Derby mit unerwarteten Vorzeichen
Bild: Wegener
Vorfreude: Ennigers Co Ibrahim Karakaya und Trainer Christian Maschinski (v. l.) fiebern dem Derby ebenso entgegen wie der Gast aus Ennigerloh.
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Die Partie wurde übrigens aufgrund des Weihnachtsmarktes in Enniger auf heute vorgezogen. Die Ennigerloher Elf von Dennis Herrmann hat als Neuling bislang eine bärenstarke Hinserie gespielt und rangiert derzeit auf Platz fünf mit engem Kontakt zur Spitzengruppe. Enniger hingegen belegt Position zehn, nachdem das Team vom Börgerskamp in den Vorjahren meistens lange um die vorderen Plätze mitgespielt hat.

Allerdings hat das Maschinski-Team jüngst einen Aufwärtstrend erkennen lassen. Der 3:1-Erfolg am Sonntag bei RW Ahlen II war sicherlich ein Ausrufezeichen. „Das war vor allem auch in der Höhe verdient“, lobt Ennigers Co-Trainer Ibrahim Karakaya den Auftritt seiner Mannschaft beim Gedanken an das 3:1 beim Tabellenvierten an der Werse. „Wir haben defensiv gut gestanden und vorne zum richtigen Zeitpunkt gut getroffen. In der Schlussphase hätten wir durch Konter sogar noch das 4:1 oder 5:1 machen können.“

Folgerichtig treten die Hausherren nun mit breiter Brust an. „Unsere Marschroute sind drei Punkte“, sagt Karakaya selbstbewusst. Die Rot-Weißen schlagen sich jedoch mit einigen Personalsorgen herum. Christoph Bambrowicz ist beruflich verhindert. Stefan Falk und Kapitän Matthias Hilgensloh sind gesperrt. Zu allem Überfluss ist Christopher Thiedig verletzt.

Ähnlich ergeht es Ennigerlohs Trainer Dennis Herrmann, der ebenfalls „einige Ausfälle“ beklagt. Eine Prognose zum Ausgang des Derbys traut sich Herrmann übrigens nicht zu. „Das kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit. Manchmal haben wir in Enniger sogar als Abstiegskandidat gewonnen, manchmal auch verloren.“ Die Vergangenheit ist für den SuS-Trainer aber Schnee von gestern, denn heute will er mit seinem Team gewinnen.

„Alle freuen sich auf das Spiel“, betont Herrmann, der selbst „positiv überrascht“ ist über die großartige Hinrunde seiner Elf. „Ich höre häufiger von unseren Zuschauern, dass man sich das jetzt wieder angucken kann. Wir spielen wieder attraktiven Fußball.“ Ennigerloh wird  in Enniger daran anknüpfen wollen, ebenso wie die Gastgeber, die den Faden des Sieges bei RW Ahlen II aufnehmen möchten. Einem attraktivem Derby steht also nichts im Weg.

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