Derby mit viel Galle und 20 Prozent mehr
Das waren noch Zeiten: Im Dolberger Aufstiegsjahr letzten April gewann der SVE mit 28:25, hier mit (v. l.) den Ennigerlohern Sven und Christoph Helmig sowie einem enteilten Nils Rödelbronn.

Für die Gastgeber ist es nicht nur bei der Niederlage in Beckum bisher nicht so gut gelaufen. Mit 2:6 Punkten steht der TVE auf dem zehnten Tabellenplatz. Nach der starken letzten Saison sicherlich ein bisschen enttäuschend. „Aber wir machen uns nicht verrückt, weil wir nicht ganz so gut gestartet sind“, sagt Martin Nelling und bleibt ganz entspannt. „Die Tendenz geht nach oben“, hat er festgestellt. „Wenn wir jetzt die Ruhe bewahren und in den Spielen unsere Chancen richtig nutzen, dann kommen auch die Erfolge.“

Ob das wohl schon gegen den SVE Dolberg klappt? Martin Nelling, der verletzungsbedingt weiter auf die Brüder Benjamin und Florian von Greiffenstern verzichten muss, ist trotzdem optimistisch. „Natürlich haben wir Respekt vor den Dolbergern“, sagt er. „Aber meine Spieler sind gallig und wollen das Derby in eigener Halle gewinnen.“

Dass in der Olympiahalle immer eine besondere Atmosphäre herrscht, hat SVE-Trainer Andreas Schwartz schon bei einigen Besuchen dort festgestellt. „Und im Derby gegen den Landesliga-Absteiger werden die Ennigerloher bestimmt noch 20 Prozent mehr raushauen“, ist er sich sicher, dass ein schwieriges Spiel auf seine Mannschaft wartet.

Die ist in dieser Saison erst zweimal aufgelaufen, weil gleich zwei Partien verlegt worden sind. Um nach der langen Pause zumindest ein bisschen in den Spielrhythmus zu kommen, hat der SVE deshalb zu Beginn der Woche ein Trainingsspiel gegen Everswinkel ausgetragen. Die restliche Zeit hat der Trainer genutzt, um an „einigen Baustellen“ zu arbeiten. „Wir sind im Neuaufbau, da ist einiges an der Abstimmung und der Taktik zu tun“, sagt er.

Das haben die Dolberger zuletzt bei der 26:35-Niederlage in Soest gemerkt. „Da haben wir richtig auf die Socken gekriegt“, räumt Schwartz ein. „Ich denke, da haben die Jungs realisiert, dass auch in der Bezirksliga harte Arbeit auf sie wartet.“ So wie in Ennigerloh, wo der SVE-Trainer auf Matthias Litwin und Niklas Heising verzichten muss. „Aber ich glaube, es wird ein enges Spiel“, sieht Schwartz durchaus Chancen für seine Mannschaft in der Olympiahalle.

SOCIAL BOOKMARKS