Die Gunst des Augenblicks genutzt
Bild: Inderlied
Daumen hoch: Stefan Göttig (r.) und sein Rheda-Wiedenbrücker Co-Pilot haben sich am Samstag bei der Reckenberg-Rallye durchgesetzt. Auch die Organisatoren vom MSC Wiedenbrück durften mit dem Verlauf zufrieden sein.
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Nach der langen Rallyepause ließ es Göttig auf den ersten Etappen eher bedächtig angehen. „Ich habe geprüft, ob alle Systeme wieder laufen“, erklärte der spätere Sieger nach der Zielankunft auf dem Gelände der Auto-Zentrale Thiel in Rheda. Zunächst dominierten fünf Teams mit ihrem allradbetriebenen Mitsubishi Lancer. Gleich zwei Bestzeiten auf den Prüfungen in Nordrheda und Mastholte zauberte Vorjahressieger Martin Schütte auf die Strecke. Auf der dritten Prüfung holte sich Christian Riedemann mit seinem Citröen C2 die Bestzeit. Nach dieser Etappe wendete sich jedoch das Blatt zugunsten von Göttig: Denn Schütte und der Zweite Dennis Rostek waren aufgrund von technischen Defekten gezwungen, ihre Fahrzeuge abzustellen.

„Alles rund gelaufen“

Der als dreimaliger Sieger der Reckenberg-Rallye Gestartete nutzte die Gunst der Stunde. „Heute ist alles rund gelaufen“, sagte Göttig mit Blick auf das Vorjahr, als er schon nach wenigen hundert Metern einen Unfall gebaut hatte und ausschied. „Wir hatten keine Schnitzer drin und auch keine technischen Probleme. An Martin Schütte wären wir wohl nicht vorbeigekommen, aber man muss so eine Rallye auch ins Ziel bringen“, betonte Göttig. Für seinen Beifahrer Manfred Klemme schmeckte der Sieg ganz besonders gut, schließlich startet er für den MSC Wiedenbrück: „Hier bin ich 1984 meine erste Rallye überhaupt gefahren.“

Klaus Niermann auf Platz fünf

Einen spannenden Kampf um Platz vier lieferte sich der beste Lokalmatador Klaus Niermann in seinem BMW M3 mit Christian Postert (Citroen C2). Letztlich musste sich der Mastholter um 1,2 Sekunden geschlagen geben. Es wäre wohl mehr drin gewesen, wenn auf den letzten Metern der Schlussetappe in Herzebrock nicht das Differenzial gebrochen und der Wagen über die Linie gerollt wäre. „Es hat einen lauten Knall gegeben“, berichtete Niermann im Ziel in Rheda-Wiedenbrück, in das er sich in langsamer Fahrt regelrecht schleppte. „Der fünfte Platz ist super. Ich habe nur gesagt, wir müssen irgendwie zurück zum Rallyezentrum kommen“, sagte Niermann erleichtert und stieß mit Beifahrer Jürgen Sandmeier auf den Erfolg an. Die Retro-Rallye gewannen nach spannendem Kampf die Routiniers vom MSC Gütersloh, Wolfgang Rostek und Hannes Kramer im VW Golf I GTI. Erst auf der letzten Prüfung entschieden sie das Rennen für sich.

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