Die Null soll weg: Ahlen in Köln gefragt
Foto: Wegener
Aus dem Tritt gekommen? Ahlens Angreifer Paolo Maiella (rechts) ist nach starker Vorbereitung bis dato noch ohne Saisontor. Der nächste Versuch für den Premierentreffer bietet sich in Köln.
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Zweimal gespielt, zweimal knapp verloren, zweimal trotzdem Komplimente für die Leistung eingeheimst. „Ich hätte gerne weniger Lob und dafür mehr Punkte bekommen“, sagt Björn Mehnert, Trainer von Rot-Weiß Ahlen. Die nächste Gelegenheit, um an der Null auf dem Konto etwas zu ändern, bietet sich am Mittwochabend: Um 19.30 Uhr tritt der Aufsteiger bei der U 21 des 1. FC Köln an. Tags zuvor gab es aber erst leichte Aufregung.

Betroffener Spieler war nicht in Ahlen

Am Dienstagvormittag erreichte auch Rot-Weiß Ahlen die Nachricht, dass sich beim letzten Gegner Aachen ein Spieler mit dem Corona-Virus infiziert hat. Das ebenfalls für den Mittwoch angesetzte Heimspiel der Alemannen gegen Lippstadt wurde direkt abgesetzt, ebenso ist vorerst kein Training beim Ex-Bundesligisten erlaubt. Und in Ahlen griff Geschäftsführer Gero Stroemer umgehend zum Hörer. Doch schnell erhielt er leichte Entwarnung: Der betroffene Spieler von Aachen war am Samstag nicht mit im Wersestadion. Zwar sei nicht auszuschließen, dass jener Akteur im Vorfeld Kontakt zum restlichen Team hatte, dennoch vermeldete Stroemer nach Rücksprache mit dem Verband: „Das Spiel in Köln ist aktuell nicht gefährdet.“

„Wenn die Jungs so weiter arbeiten...“

Angesprochen auf die Problematik zuckte Björn Mehnert nur mit den Schultern. „Das wird nicht der einzige Fall bleiben in dieser Saison, sondern uns solange beschäftigen, bis es einen Impfstoff gibt“, ist der Ahlener Trainer noch lange nicht unter die Virologen gegangen. Er konzentriert sich vielmehr auf das, was er beeinflussen kann: das sind alle sportlichen Aspekte rund um sein Team. Das hat sich in Wuppertal und zuletzt gegen Aachen zwar wacker geschlagen, dabei aber etwas Maßgebliches außer Acht gelassen: das Toreschießen. Und das, obwohl die beiden neuen Angreifer Paolo Maiella und Max Wilschrey in der Vorbereitung noch so treffsicher waren. „Aber die Liga ist halt nochmal eine andere Hausnummer“, bleibt Mehnert entspannt. Er betont: „Wenn die Jungs so weiter arbeiten, wird die Kugel schon bald über die Linie rollen.“

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