Die Zukunft des WTV ist gesichert
Bild: Leskovsek
Die neue Führungsmannschaft: Martina Böger (v. l.), Adelheid Fischer, Jörg Kemper, Rainer Andruhn, Gaby Klasmeier, Michael Naber und Margret Wüller sind beim Wiedenbrücker TV als Ressortleiter gleichberechtigte Entscheidungsträger.
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Annette Ahn und Thomas Bönhoff hatten seit dem Rücktritt der langjährigen Vorsitzenden Hedi Hesse in 2017 den Verein zunächst geführt. Für beide war aber klar, dass sie diese Aufgabe neben ihrem Beruf nicht stemmen können. Zusammen mit dem gesamten Vorstand, Hedi Hesse und dem Landessportbund als Berater wurde ein Konzept erarbeitet und eine neue Struktur gefunden („Die Glocke“ berichtete). Diese wurde nun am Mittwochabend den Mitgliedern des größten Sportvereins in Rheda-Wiedenbrück in der Aula der Osterrath-Realschule vorgestellt - und abgenickt.

Sieben Ressortleiter gewählt

Es gibt ab sofort keine alleinige Führungskraft mehr, sondern ein Team aus sieben Ressortleitern als gleichberechtigte Entscheidungsträger, die sich punktuell Unterstützung aus den Reihen der Sportler suchen. Die Versammlung wählte Rainer Andruhn zum Ressortleiter Verwaltung, Margret Wüller zur Leiterin Finanzen und Gaby Klasmeier für den Bereich Marketing. Michael Naber übernimmt die Aufgaben im Sportbetrieb, Adelheid Fischer das Ressort Reha, Martina Böger das Ressort Kurse und für die Jugend zeichnet Jörg Kemper verantwortlich.

Hedi Hesse bittet um Vertrauen

Der eine oder andere Teilnehmer war zunächst skeptisch, ob es ohne einen Häuptling läuft. Doch Hedi Hesse griff zum Mikrofon und erklärte, dass man sich sehr viel Arbeit mit dem neuen Konzept gemacht hätte und dass es wahrscheinlich die einzige und richtige Lösung ist, um den Traditionsverein in die Zukunft zu lenken. Sie bat darum, dem aktiven Führungsteam Vertrauen zu schenken. Annette Ahn betonte, dass laut Landessportbund solche Führungsteams inzwischen gang und gäbe seien und die bisherige Vorstandsform aussterbe.

Satzungsänderung stößt zunächst auf Kritik

Das Thema Satzungsänderung, in der auch steht, dass Beitragserhöhungen demnächst durch den erweiterten Vorstand beschlossen werden, stieß zunächst auf Kritik. Bönhoff erklärte dazu, dass die Ressortleiter am besten wüssten, wo der Schuh drückt und ob eine Beitragserhöhung nötig sei, und dass man mit ganz viel Bedacht an die Sache herangehen würde. Im Augenblick steht der WTV finanziell gut da. Im Jahr 2017 wurde sogar ein Überschuss von 33 815 Euro erwirtschaftet, weil niemand wusste wie sich der Verein weiterentwickelt.

Weitere Hintergründe zur Jahreshauptversammlung des WTV lesen Sie am Freitag, 6. Juli, in der Rheda-Wiedenbrücker Ausgabe der „Glocke“.

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