Doppelrücktritt der Brinkmann-Zwillinge
Zurückgetreten ist Dennis Brinkmann von seinem Trainerjob sowie Bruder Tim als Sportlicher Leiter.

 Der 40-Jährige informierte seinen Zwillingsbruder Tim nach der 0:1-Heimniederlage gegen Schermbeck von seinem Entschluss. Als der Sportliche Leiter des Heidewaldclubs die Vorstandsriege darüber unterrichtete, stand danach auch dessen Rücktritt fest.

„Der Vorstand des FCG hat die Rücktrittsangebote angenommen. Das ist von Tim und Dennis Brinkmann sehr ehrenhaft und dem Verein gegenüber sehr fair. Beide machen den Weg frei, damit wir unter einer neuen sportlichen Führung doch noch den Klassenerhalt schaffen können. Wir danken ihnen für die geleistete Arbeit, auch wenn der sportliche Erfolg leider ausgeblieben ist“, äußerten sich die Vorstandsmitglieder Hans-Hermann Kirschner, Heiner Kollmeyer und Helmut Delker in einer Pressemitteilung. Über eine Nachfolge wird der FC Gütersloh zeitnah entscheiden.

 „Die erhoffte Wende hat sich nicht eingestellt. Es gab keine Konstanz, sondern immer nur ein bergauf und bergab “, sagte Dennis Brinkmann gestern gegenüber der „Glocke“ . „Aber der neue Trainer hat noch genügend Zeit, die nötigen Punkte zu holen. Es stehen ja auch noch zwei Nachholspiele aus. Da gibt es wesentlich ausweglosere Situationen. Und es ist ja nicht so, dass wir regelmäßig überrannt worden sind“, wünscht der im Ruhrgebiet als Fahrlehrer tätige Brinkmann, dass sich bei seinem Nachfolger der erhoffte Effekt („Die aus der zweiten Reihe wittern ihre Chance, die aus der ersten Elf müssen neu um ihren Platz kämpfen“) einstellt.

„Ich habe 80 Prozent des Kaders geholt und kannte die Jungs. Mit 17 neuen Spieler war es aber auch aufgrund von Verletzungen schwer. Wir haben immer gesagt, dass wir im Fall der Fälle sachlich und nicht wie Brüder miteinander umgehen“, schilderte Brinkmann seine Sicht.

 „Das ist meine dritte Trainerstation, bei der es erstmals in die Hose gegangen ist“, will sich der ehemalige Zweitligafußballer eine Pause nehmen und seinen talentierten zehnjährigen Sohn fördern.

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