Dritter Sieg in Serie, TSG hofft
Vor restlos ausverkaufter Tribüne steuerte Nico Schmeckthal vier Treffer zum dritten Harsewinkeler Sieg in Folge bei.

Oberligahandball. Das wird in Harsewinkel immer mehr zum Stadt-Ereignis. Lange Schlangen am Eingang, die sich erst beim Öffnen einer zweiten Kasse lichteten und eine mit 650 Zuschauern restlos ausverkaufte Halle. Die TSG-Fans sahen allerdings im ersten Durchgang lange ein zähes Ringen zweier ordentlicher Abwehrreihen und vieler Fehler im Angriff. Abstiegskampf eben. Der Start gehörte den Gästen, die mit 4:1 in Führung gingen.

 Doch die TSG kämpfte, und zwar um jedes Tor. Beim 4:4 war der Ausgleich geschafft, beim 5:4 gleich die erste Führung (13. Minute). Dabei sorgte der bis zur Pause erneut richtig starke Torwart Johnny Dähne für viel Sicherheit.

 Doch auch die ganze Mannschaft hat nach vielen anfänglichen Lehrstunden (darunter vor allem die 18:39-Hinspielniederlage auf Schalke) einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Und dieser Schritt könnte am Ende zum Klassenerhalt reichen. „In der Hinserie haben wir gespielt wie eine Schülermannschaft. Jetzt sind wir eine Oberliga-Männermannschaft“, lobte TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt sein Team und vor allem Kapitän Sven Bröskamp. „Ich sage ihm was, er hört zu, und dann nimmt er das Spiel in die Hand.“

Doch kurz vor Ende des ersten Durchgangs verspielten die Harsewinkeler unnötig ihre 11:9-Führung und starten fehlerhaft in den zweiten. Das nutzten die Schalker zur 13:11-Führung (34. Minute). Dann bekam die TSG das Spiel besser in den Griff und hatte das Momentum klar für sich. Albert Kreismann traf sicher vom Kreis, Florian Bröskamp wurde immer stärker, die Abwehr stand, die Abpraller landeten bei den Gastgebern. Lohn war die 20:16-Führung (46.), die aber beim 20:20 (53.) wieder futsch war.

„Doch nach der Pause haben wir insgesamt ruhiger gespielt und unnötigen Kreuzbewegungen abgestellt“, gefiel Mühlbrandt vor allem die viel umjubelte Schlussphase, in der die TSG auf 27:23 davonzog.

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