Duell der Westfalenligisten im Finale
Bild: Wegener
Semih Daglar brachte Roland schon nach 51 Sekunden in Führung. Am Ende hieß es 2:1 für den SC im Duell mit RW Ahlen.
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Roland versperrt RW Ahlen Weg ins Endspiel

Roland (rol) - Dank einer seiner besten Saisonleistungen hat der SC Roland am Donnerstagabend den Oberligisten RW Ahlen mit 2:1 (1:0) im Halbfinale des Kreispokals ausgebremst und damit das Endspiel-Ticket für das Duell mit dem Ortsnachbarn SV Beckum gelöst.

 Legt man die Zahl der besseren Möglichkeiten zugrunde, ging der Erfolg des eine Klasse tiefer spielenden Außenseiters in einem bis zum Schlusspfiff packenden Kampfspiel in Ordnung.

Schon nach 51 Sekunden überraschte der SCR den Favoriten mit einem schnellen und sehenswerten Gegenstoß, den ausgerechnet der Ex-Ahlener Semih Daglar zum 1:0 verwertete. Vorausgegangen war ein toller Pass des sehr auffälligen Jannik Tödtmann.

„Da haben wir gepennt“, kritisierte RW-Trainer Christian Britscho das Umschaltverhalten seiner Elf. Danach benötigte der Gast lange Zeit, um sich zu fangen und hatte vor der Pause keine wirklich nennenswerte Möglichkeit.

Kurz nach dem Wechsel (53.) kam Pech in doppeltem Sinne dazu, denn nach einer heftigen Attacke von Rolands Timo Achenbach gegen Justin Perschmann wäre eigentlich die Rote Karte fällig gewesen. Achenbach durfte weitermachen, während der Ahlener mit Verdacht auf eine schwere Rippenverletzung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde.

„Das war Körperverletzung, das hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen“, sagte der verärgerte Britscho.

Auf der anderen Seite blieb Roland sehr zweikampfstark – und torgefährlich. Schon in Hälfte eins (42.) hatte Hasan Dere mit einem Strich aus 30 Metern die Unterkante des RW-Kastens getestet.

Nach gut einer Stunde (65.) zappelte die Kugel dann erneut im Kasten des Oberligisten. Mit einem Traumtor aus spitzem Winkel ins lange Eck gelang Aytürk Gecim das 2:0 der Hausherren.

Das Britscho-Team setzte jetzt alles auf eine Karte und hatte wiederum kein Glück, denn mehr als ein Fast-Eigentor von Julian Sammerl (76.), einigen Halbchancen und dem späten Anschluss von Philip Grodowski (84.) sprang nicht mehr heraus.

Tödtmann traf sogar nochmals die Latte (89.), ehe sein Trainer Robert Mainka nach dem Abpfiff jubelnd die Arme hochriss. „Wegen der besseren Möglichkeiten ist der Sieg verdient. Jetzt haben die Jungs erst ’mal drei Tage frei“, erklärte Mainka, dessen Elf sich völlig verausgabte und sich letzten Endes dafür belohnte.

Schwache BSV bezwingt starke Fortuna

Walstedde (pm) -   „Das Positivste war das Ergebnis“, sagte Erdal Kaleoglu, Trainer der Beckumer SV, dem der Auftritt seiner Mannschaft beim 3:1-Erfolg über Fortuna Walstedde überhaupt nicht passte. „Darüber wird auf jeden Fall noch gesprochen, diese Leistung lasse ich so nicht stehen.“

Kaum vernünftige Zweikampfführung, viel zu viele Einzelaktionen – Kaleoglu ließ kein gutes Haar an seiner Elf. Und das, obwohl Ilker Algan den Westfalenligisten schon nach acht Minuten in Führung geschossen hatte.

Doch Gastgeber Walstedde schreckte das nicht ab. Fast im direkten Gegenzug verpasste Kevin Northoff eine Flanke von Nicolas Rosendahl und damit auch den schnellen Ausgleich nur knapp. Nach 20 Minuten war Beckum dann etwas präsenter und legte nach. Ein Doppelschlag von Dennis Buschening (33./35.) stellte die Gästeführung auf 3:0.

Eigentlich eine klare Sache – sollte man meinen. „Wir hätten das runterspielen müssen“, so Kaleoglu. „Doch die zweite Hälfte war dann noch schlechter als die erste.“

Der tapfere A-Ligist hatte sich nämlich trotz des scheinbar aussichtslosen Rückstandes noch lange nicht aufgegeben und spielte weiter frech nach vorne. „Einen Klassenunterschied habe ich da nicht mehr gesehen“, betonte Fortuna-Trainer Edmund Chart. „Aber im letzten Drittel haben wir zu oft falsche Entscheidungen getroffen. Der finale Pass kam einfach nicht an.“

Daher dauerte es bis zur 89. Minute, ehe Walstedde durch Thorsten Ernst verkürzte. Doch da war es schon zu spät für die große Aufholjagd. „Dieses Tor hätte ich gerne zehn Minuten früher gesehen“, sagte Chart, dessen Fazit trotz einer guten Leistung seiner Jungs etwas enttäuscht ausfiel: „Da war mehr für uns drin.“

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