Eher Therapeut als Übungsleiter
Querpass: Michael Herrmann von der Ahlener SG gibt den Ball weiter, statt selbst zu werfen. In Menden-Lendringsen ist die ASG vor allem als Team gefordert.

 Am Samstag ab 19.30 Uhr steht die ASG-Sieben bei der HSG Menden-Lendringsen vor einer vermeintlich lösbaren Aufgabe, vorausgesetzt die Leistung stimmt über die gesamten 60 Minuten. Die Gastgeber haben am vergangenen Spieltag aufhorchen lassen, als sie beim haushohen Favoriten Schalksmühle über 50 Minuten eine gute Leistung boten und die Partie offen halten konnten. Am Ende musste die Mannschaft von Trainer Björn Wißuwa zwar in eine 26:31-Niederlage einwilligen, doch mit der Leistung war er durchaus zufrieden.

 „Spielerisch und kämpferisch hat meine Mannschaft sich nach der 26:34-Heimniederlage gegen HSE Hamm enorm gesteigert“, erklärt Wißuwa. „Nur die Chancenverwertung war nicht optimal. Da haben wir zu viele 100-Prozentige liegengelassen.“ Ob Sebastian Loos, der sich in Schalksmühle verletzt hat, wieder beim Tabellenachten, der nur zwei Punkte Vorsprung auf den Drittletzten Bergkamen hat, mit dabei sein kann, entscheidet sich kurzfristig. „Ansonsten ist der Kader komplett.“

 Davon kann Sascha Bertow derzeit nur träumen. Mattes Rogowski fehlte krankheitsbedingt beim Training, Lars Köhler war anderweitig verhindert, und Kevin Wiegers plagt eine Armverletzung aus dem Bergkamen-Spiel. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Aber unter der Woche war der ASG-Spielertrainer sowieso mehr als Therapeut gefragt, schließlich galt es, die völlig verkorkste zweite Halbzeit aus den Köpfen der Spieler zu bekommen.

 „Daran haben wir gearbeitet und jeder weiß, was da falsch gelaufen ist“, betont Bertow. „Wir müssen unseren Stiefel herunterspielen, so wie in der ersten Hälfte in Bergkamen. An diese Leistung müssen wir anknüpfen.“ Dann sind durchaus zwei Punkte drin, schließlich hat die ASG-Sieben der HSG im Hinspiel keine Chance gelassen und deutlich mit 37:26 gewonnen.

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