Ein Czichowski gegen RW Ahlens Frust
Lach doch mal! Nein, Marco Antwerpen ist die gute Laune verhagelt, nachdem der Spielermarkt geschlossen hat. 

 Und weil er selbstverständlich „kostenlos spielt“, wie Geschäftsführer Gerald Stoffers betont. Sogar fahren kann der Linksfuß umsonst – er teilt sich die Tour zum Training mit Nico Niemeier. Ob aber ein Czichowski reicht, um den schwer deprimierten Trainer mal wieder ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern?

Dass vor allem Marco Antwerpen seinem Ärger und seiner Enttäuschung Luft macht, nachdem er fast ohne Transfers auskommen musste, ist insofern verständlich, weil der Trainer nicht nur vor Ehrgeiz brennt, sondern auch seinen Vorstand unter Druck setzen will.

„Fahrlässigkeit“ wirft er Präsident Dirk Neuhaus vor, weil der lange gezögert hat, auf dem Spielermarkt zuzugreifen. Als es letzten Montag grünes Licht gab, war für Ahlen Ladenschluss. „Das nervt“, giftet Antwerpen, der schon Männer – etwa bei SW Essen – im Blick hatte, dann aber zu spät kam. Jetzt malt der Trainer düstere Szenarien: „Wir zahlen schon keine Gehälter und Prämien. Jetzt fällt auch noch der Konkurrenzkampf weg. Was kann ich noch für Anreize bieten?“, sieht er seine Hände auch bei Disziplin und Trainingssteuerung gebunden. „So funktioniert Fußball nicht.“

Lähmt der Frust jetzt die Beine? Oder gibt es eine Trotzreaktion? Welche Konsequenzen es haben wird, dass RW Ahlen nun mit nur 16 Feldspielern die Oberliga beenden muss, ist noch nicht abzusehen. „Wir geben natürlich trotzdem nicht auf. Die Spieler verstehen die Problematik“, wiegelt Antwerpen ab.

Insofern ist der Tests am Sonntag beim Westfalenligisten TuS Haltern (14 Uhr) ein erster Gradmesser. Antwerpen erteilte Tapu erneut eine Absage, Hinkerohe hat Knieprobleme, so dass Karali ins Tor rückt. Willms Dell’Unto hat Rücken, so dass Czichowski gleich für ihn einspringt. Wenn alles gut geht, reicht seine Leistung, um Antwerpen mal wieder zum Lächeln zu bringen.

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