„Ein Rückfall in die alten Muster“
So gut, wie hier Mehmed Kara stand RW Ahlen oft nicht hinter ihren Gegnern. Meist liefen die Rotweißen Erndtebrück nur hinterher.

Als hätte man sich gerade mit TuS Erndtebrück die Punkte zufrieden geteilt, statt mit 2:6 grün und blau geprügelt vom Platz zu hinken. Ob so viel Selbstverleumdung gesund ist?

„Ach, wenn du dann sagst, was du wirklich fühlst, dann tut es dir einen Tag später leid“, räumt der Trainer RW Ahlens ein. „Also Fresse halten und eine Nacht drüber schlafen.“ Und siehe da: Einen Tag nach der fast historischen Niederlage gab es dann tatsächlich Einsichten, die etwas Trost spendeten.

 „So ein Spiel bringt mehr wertvolle Erkenntnisse als viele Spiele zuvor, die man vielleicht gewonnen hat“, sagt Britscho, immer noch leicht angeschlagen, aber dafür schlauer geworden. Erkenntnisse, die manchen Spielern nicht gefallen werden, die aber nach diesem „Rückfall in alte Muster“ (Britscho) helfen können, nächste Saison eine Mannschaft zu stellen, die qualitativ etwas ausgewogener ist als der aktuelle Kader. Es ist wohl offensichtlich, dass auf einigen Posten doch ein wenig die Qualität fehlt, um höhere Ziele anzusteuern.

„Dabei hat erst die Phase entschieden, als wir 2:1 in Führung lagen, da hätte es auch andersherum gehen können“, sah der Trainers sein Team immerhin 15 Minuten lang „on fire“. Dass der Zusammenbruch dann auf Ahlener Seite kam, lag natürlich an individuellen Fehlern bei der Absprache im Defensivverhalten. Das hat sich der Trainer für die Zukunft notiert.

 Am Mittwoch zum Test beim Westfalenligisten Lüner SV (19 Uhr) sollen nun mal andere Spieler zeigen, ob sie es besser können. Ein Meisterschaftsspiel wäre Britscho zwar lieber, um sofort reagieren zu können, aber besser als nichts, um über den Frust hinwegzukommen. Und das werden sie müssen, mit etwas Hilfe von der sportlichen Leitung. Denn: „Ich hab’ sie ja trotzdem lieb“, ringt sich Britscho in Lächeln ab.

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