Ein Sieg - dann sind neue Ziele erlaubt
Bild: Dünhölter
Heute Jahnstadion, morgen Holzhof: Marius Weeke (Mitte) wird auch gegen Gladbach den gesperrten Marcel Hölscher im Tor vertreten. Nach der Saison wechselt er vom SCW zu Clarholz.
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Die Zeit der Entscheidungen naht. Vier Spieltage sind es noch regulär, dazu kommen die Nachholpartien gegen RW Essen und Bonn – dann wird sich zeigen, ob der SC Wiedenbrück als bester Regionalligist Westfalens noch gegen den Oberliga-Meister um den Einzug in den DFB-Pokal antreten darf. Nur Björn Mehnert will davon nichts wissen, er spricht vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach weiterhin nur von einem Ziel.

Schon 23 Punkte in der Rückserie

Schwierig wird es für Wiedenbrücks Trainer nur, wenn seine Mannschaft auch gegen die in dieser Spielzeit etwas zahmen Fohlen vom Niederrhein gewinnt. „Ich habe immer gesagt, dass es unser Ziel ist, in der Rückrunde mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde“, sagt Mehnert. Nun: Bis zu diesem 31. Spieltag hat der SCW im zweiten Halbjahr schon satte 23 Zähler geholt, in der Hinserie waren es insgesamt 25. Bei einem Dreier gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach wäre des Trainers Vorgabe also bereits getoppt.

„Dann können wir darüber reden“

„Dann können wir darüber reden“, entgegnet Mehnert also auf die wiederholte Frage nach dem möglichen Entscheidungsspiel gegen den Oberliga-Meister um den Einzug in den DFB-Pokal, für das sich der SCW als bestplatzierter Regionalligist Westfalens qualifizieren kann. Ein Thema, das seit Wochen durch Wiedenbrück wabert, was die Mannschaft bislang jedoch nicht hemmt, sondern eher noch beflügelt. Bestes Beispiel: Das 2:2 im Nachholspiel am Mittwoch bei Titelkandidat Viktoria Köln.

SC Verl: Sieg in Rhynern ist Pflicht

Macht der SC Verl am Samstag den letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga? Zumindest würde die Mannschaft von Trainier Guerino Capretti mit einem Sieg am 30. Spieltag beim Tabellenletzten Westfalia Rhynern die magische Grenze von 40 Punkten überschreiten. „Das wäre ein schöner Nebeneffekt“, nimmt Capretti die Bürde der Favoritenrolle in der heutigen Partie an, allerdings unterschätzt er den Gegner nicht.

„Wir sind voll im Saft“

„Rhynern wird noch einmal alles auf den Platz werfen“, erwartet Verls Trainer. Denn noch ist der Aufsteiger nicht abgestiegen, rein rechnerisch ist der Klassenerhalt weiterhin möglich, wenn auch die Tendenz ganz klar gegen die Westfalia spricht, die allein ihre letzten beiden Spielen gegen Borussia Mönchengladbach II und 1. FC Köln U23 mit der mageren Ausbeute von 0:11 Toren beendete. Beim Sportclub wird allerdings viel davon abhängen, ob in das Team in den vergangenen Tagen wieder neue Kraft tanken konnte. So freute sich Capretti nach den zurückliegenden englischen Wochen im Anschluss an das 1:1 gegen die SG Wattenscheid auf die Verschnaufpause in dieser Woche. Reduziertes Training stand auf dem Stundenplan. Daher verspricht Capretti für die heutige Partie: „Wir sind voll im Saft.“

Weitere Hintergründe zum SC Wiedenbrück und SC Verl vor dem 31. Spieltag der Regionalliga West lesen Sie am Samstag, 21. April, in der „Glocke“.

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