„Eine brandgefährliche Situation“
Allein gegen alle: RW Ahlens Fatmir Ferati sucht vergeblich die Lücke im Rhynerner Mauerwerk.

 Dass Joachim Krug nach dem 0:3 gegen Westfalia Rhynern warnt: „Wir befinden uns in einer brandgefährlichen Situation“, hat gute Gründe. Der Manager hat auch gestern im Mannschaftsrat angesprochen, wie nötig noch „Minimum zwei Siege“ sind, um die letzte Abstiegsgefahr auszuschalten.

 Gut, noch ist die Abstiegszone weit entfernt, aber in diesem mentalen Zustand der Mannschaft und bei den oft seltsamen Ergebnissen der Konkurrenz zum Saisonende hin, will Krug jedes Risiko ausschalten. Größeres Ungemach droht, weil die finanzielle und die sportliche Krise eng zusammenhängen. Mehr Niederlagen bedeuten auch bei attraktiven Gegnern zuhause weniger Zahltage, weil die Zuschauer lieber daheim bleiben, als sich eine geistesabwesende Abwehr anzuschauen.

„Rhynern und Bielefeld haben uns defensiv sehr beschäftigt und nachgewiesen, dass sie sportlich besser sind und unsere Abwehr nicht oberligareif ist“, stellt Krug klipp und klar fest. „Immerhin: Antwerpen hat alles versucht“, hält er dem Trainer seine verzweifelten Umstellungen zugute. Karali statt Hinkerohe statt Tapu im Tor, neue Außen- und Innenverteidiger.

 Die Ergebnisse waren mehr als bescheiden, da RW Ahlen keine Bank, keine gute zweite Mannschaft hat. Woraus der Sportchef zwei Schlüsse zieht: „Ich hoffe schon, dass ‚Anti‘ jetzt wieder zu den Wurzeln zurückkehrt“ – um zum Ende mangels Konkurrenzkampf doch noch auf Kontinuität zu setzen. Und: „Wir brauchen weiterhin drei, vier qualitativ gute Leute.“ Alles bekannt, und Antwerpen hätte sicher auch nichts dagegen. Aber auch hier gilt: keine Siege, kein Geld, keine Qualität. Ein Teufelskreis.

SOCIAL BOOKMARKS