Einmal längs durch Deutschland und zurück
Viel los war beim 24-Stunden-Schwimmen des Gütersloher SV.

 „Das ist mehr als einmal  längs durch Deutschland und zurück“, staunte Peter Offers, Cheforganisator und Vorsitzender des ausrichtenden Gütersloher Schwimmvereins.  Und die Kilometerzahl wäre ohne die Unterbrechung wohl noch erheblich größer ausgefallen und vielleicht sogar an die Bestmarke von 2015 (2555 km) herangekommen „Denn als das Gewitter losging, war das Becken rappelvoll. Und die wären alle länger drin geblieben“, ahnte der GSV-Vorsitzende, der dennoch mit der – dank vieler Helfer und Bahnenzähler – gut organisierten Veranstaltung zufrieden war.

Bei hochsommerlichen Temperaturen am Samstag herrschte Gedränge auf den acht 50-Meter-Bahnen, von denen eine immer für Aquajogger und behinderte Schwimmer vom CVJM Gütersloh und die andere für die Ein-Stunden-Staffeln reserviert ist. „Wer da richtig Bahnen ziehen wollte, hatte da kaum Chancen“, hatten sich mit Aron Csonti, dem Rekordhalter (55 km) von 2015 und dem Ahlener Bernhard Schnabel zwei Kilometerfresser und Rekordjäger bei Offers angemeldet.

„Doch beide haben sich früh von den ganz großen Ambitionen verabschiedet“, sagte Offers. Der Ahlener Landwirt Schnabel, der bei einer ähnlichen Veranstaltung schon 63,1 Kilometer geschafft hatte, lag am Ende mit 42,5 Kilometern vorne. Magenprobleme hatten das Knacken der 50er-Marke verhindert.

 Bei den Frauen war mit Simone Borbecker eine ehemalige Leistungsschwimmerin aus Hattingen die fleißigste. Die 28-Jährige, die wie viele andere auch ein Zelt auf dem Freibadgelände aufgestellt hatte, kam in den 24 Stunden auf 32,1 Kilometer. In der Vereinswertung sammelten die Mitglieder des SC Aquarius Löhne 192,9 Kilometer. Das zum dritten Mal von der Gütersloherin Kathrin Scheibe initiierte und diesmal aus 37 Frauen bestehende Team Frauen 50+ erreichte 152,3 Kilometer und hatte dabei immer eine Starterin im Wasser. Die Teilnehmer des CVJM Gütersloh, die ein großes Zelt aufgebaut hatten und ein Sponsorenschwimmen organisierten, schafften 127 Kilometer. „Es haben mehr Leute hier übernachtet. Ältester Teilnehmer war Ferdi Schumacher, der mit 73 Jahren 1000 Meter schwamm, jüngster Schwimmer der sechs Jahre alte Dag Tibela mit 2300 Metern. Mit Hildegard Volland-Thürn  (77) schwamm die älteste Frau 4100 Meter, die jüngste war Kiana Schüttfoth (5), die 500 Meter erreichte.

Bei den Staffeln schaffte der Förderverein Freibad Rheda mit aktiven und ehemaligen Wasserballern sowie Freiwasserschwimmern 5,25 Kilometer in einer Stunde, gefolgt vom Team Sekt des Gütersloher SV (4,9) und den Wasserballern des GSV (4,8)  

Viele Starter haben versucht, mehr zu schwimmen als im Vorjahr, aber kaum jemand war verbissen, sondern alle waren mit ganz viel Spaß dabei“, so Offers.

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