Einsamer Wolf sucht neues Rudel
Ins Abseits manövriert: Florian Schöße hat es sich mit Menden verscherzt, ob die ASG ihn will, ist nicht ausgemacht.

 Ein Test, der für den Bergkamener nicht ohne Folgen geblieben ist, denn Schößes Vertrag wurde von Mendener sofort aufgelöst. Vor dem Spiel der Wölfe gegen Krefeld hatte der 21-Jährige die sportliche Leiterin Birgit Albrecht und Trainer „Micky“ Reiners davon in Kenntnis gesetzt, dass er seine Zusage, eine weitere Saison das Trikot der Wölfe zu tragen, zurückzieht.

 In der folgenden Woche ist Schöße an seinem trainingsfreien Mittwoch bei der ASG vorstellig geworden. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

„Wir haben Montag und Dienstag trainiert, Mittwoch war frei, Donnerstag noch eine Einheit und am Freitag das Spiel gegen Gummersbach“, erklärt Reiners. „Es geht nicht darum, dass Florian nicht in Ahlen mittrainieren darf. Doch das hat er dem Verein nicht mitgeteilt. Das geht nicht.“

Nun hat sich der 21-Jährige erst einmal ins Abseits manövriert. Die Tür ins Sauerland ist zugeschlagen, die zur ASG steht zwar offen, doch eine Entscheidung über ein Engagement in der Wersestadt ist noch nicht gefallen. „Florian ist ein interessanter Spieler, keine Frage“, sagt Thomas Lammers, in der Geschäftsführung des Handball-Leistungszentrums für die sportlichen Belange zuständig. „Entschieden ist aber noch nichts. Es ist für uns eine verzwickte Situation gerade im Hinblick auf Benjamin Bayer.“

Mit dem Linksaußen des Mitteldeutschen Oberligisten HSG Freiberg waren sich die Ahlener schon handelseinig, doch vor der Vertragsunterzeichnung zog sich der talentierte Nachwuchsspieler einen Kreuzbandriss zu („Die Glocke“ berichtete). Ob Schöße nun Ahlener wird oder nicht, „das wird sich bis spätestens nächste Woche entscheiden“, sagt Lammers.

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