Eiseskälte führt zu Turnier-Absagen
Archivfoto: Hartwig
Da hatten sie noch gut lachen: Hausherr Herbert Figgener und seine Parcourschefs Matthias Kimmeyer und Ludger Fölling (v. l.) beim Hallenturnier des RV Geisterholz im Februar 2020.
Archivfoto: Hartwig

Der Oelder Verein hatte für das kommende Wochenende zwei Late-Entry-Turniere für die Disziplinen Springen und Dressur geplant. Allein es kam ganz anders. Denn der am Samstagabend eingetretene Wintereinbruch macht die Durchführung unmöglich. 

Herbert Figgener, der mit seiner Familie die Reitanlage betreibt, auf der der RV Geisterholz zuhause ist, erklärt dazu: „Wir hatten ein Hygiene-Konzept für die Veranstaltung erarbeitet, das von den zuständigen Behörden auch problemlos genehmigt wurde. Danach hätten jeweils zwei Reiter gemeinsam unsere zweite Reithalle nutzen können, um ihre Pferde auf den Start in der Haupthalle vorzubereiten. Die restlichen Reiter hätten jeweils ihre Pferde auf dem Außenplatz abgeritten.“ 

„Doch der Wintereinbruch lässt ein Reiten auf dem Außenplatz nicht mehr zu. Der Boden ist schon jetzt 20 Zentimeter tief gefroren und in den kommenden Nächten soll es ja noch kälter werden. Deshalb haben wir uns am Sonntag zusammengesetzt und uns schweren Herzens dazu entschlossen, die beiden Turniere abzusagen“, so Figgener weiter.

Ursprünglich sollten der Freitag und der Samstag ganz im Zeichen des Springsports stehen mit Prüfungen bis zu schweren Klasse. Der Sonntag hätte dann den Dressurreitern gehört, die ebenfalls Startmöglichkeiten bis zur Klasse S gehabt hätten. 

Möglich wären die beiden Veranstaltungen nach einem besonderen Passus in der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO), dem Turnierregelwerk des Reitsports gewesen. Bei den Reitausweisen, die Voraussetzung für eine Turnierteilnahme sind, gibt es die Unterscheidung zwischen Option A und B. Während die Option A für den reinen Amateursport gilt, zielt Option B auf den professionellen Reitsport ab. Danach kann ein Reiter die Option B wählen, wenn er der Leistungsklasse 4 und besser angehört und im Anrechnungszeitraum (1. Oktober des vorletzten Jahres bis 30. September des Vorjahres) in einer Disziplin mit mindestens drei Pferden platziert war oder er eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Pferdewirt mit der Fachrichtung klassische Reitausbildung vorweisen kann.

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