„Emotional auf 380“ in erste Niederlage
Zwei in Folge: Beckums Shpetim Hajdini (r.) wurde eingewechselt, traf zweimal, und die Blauen verloren dennoch.

Denn zuerst verliert Beckum seinen Defensivchef Stroemer, der nach Notbremse Gelb-Rot sieht (35.), und in der Nachspielzeit erwischt es Skalski wegen unsportlichem Verhalten mit glatt Rot. Dass die Gastgeber durch Cysewski gegen neun Beckumer sofort im Gegenzug das 4:3 machten (90+3.), gut, es war fast schon Schicksal.

 „Es wäre für die Moral wichtig gewesen, das 3:3 zu halten“, ärgert sich Taverna, der sich den Tumult am Ende kaum noch ansehen konnte. Aber „kein Vorwurf an die Mannschaft, sie ist tapfer jedes Mal zurückgekommen.“ In der Tat waren die Gäste stark genug, auch in Unterzahl Flagge zu zeigen.

 Cysewski hatte Heide zwar in Front gebracht (17.), aber Schmidt glich aus (19.), und als Stroemer schon unter der Dusche stand, bot Beckum auch im defensiveren 4:4:1-System noch gnadenlos Paroli. Der eingewechselte Hajdini traf zum 2:1 (59.) und sogar zum 3:2 (84.), nachdem Wezorke zwischenzeitlich das 2:2 erzielt hatte. „Wir haben einfach weitergemacht und sind immer wieder mutig nach vorn gekommen“, war Taverna mit seinen zehn Mann zufrieden.

Der letzte Ausgleich zum 3:3 war dann ebenso chaotisch wie die Schlussphase danach. Erst klärt Schmidt auf der Linie, dann trifft Skalski das Leder nicht richtig, das Poyraz vor die Füße spring – 4:3 drei Minuten vor Schluss. „Da waren wir nicht clever genug“, sagt der Trainer, vor einem Ende, das jeder Drama-Queen Ehre gemacht hätte. Rot im Nachsitzen, und dann im Gegenzug sofort die Niederlage – Heide Paderborn fand’s klasse, Beckum nicht so.

BSV: Tarambuskas - Rama, Stroemer, Artemiuk, Falk, Schmidt, Migov (46. Skalski), Hasani, Bakaniev (46. Hajdini).

 Tore: 1:0 (17.) Cysewski; 1:1 (19.) Schmidt; 1:2 (59.) Hajdini; 2:2 (76.) Wezorke; 2:3 (84.) Hajdini; 3:3 (87.) Poyraz; 4:3 (90+3.) Cysewski.

 Gelb-Rot: Stroemer (35.);

Rot: Skalski (90+3.)

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