Empfindlicher Rückschlag im Abstiegskampf 
Auch der Gütersloher Neuzugang Konrad Tenkamp konnte die Niederlage gegen Jöllenbeck III nicht verhindern

Als Trost blieb den Güterslohern, dass auch die drei tiefer platzierten Teams sowie die punktgleiche Steinhagener Reserve verloren. Die Gütersloher Angriffsleistung war bedenklich. Dabei hatten die Gäste aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle sogar kurzfristig noch um Spielverlegung gebeten und den Kader dann mit Lucas Mühlenweg aus der fünften Mannschaft ergänzt, der gleich fünfmal traf – darunter das vorentscheidende Tor zum 19:21.

„Diese Niederlage gegen einen direkten Verfolger tut richtig weh“, sah HSG-Trainer Jochen Borcherding die „schlechteste Angriffsleistung seit langem“. Mit 22 Gegentoren war der Trainer zufrieden, doch mit fast 30 torlosen Angriffen, darunter 15 vergebenen klaren Chancen, ist kein Spiel zu gewinnen. „Wir haben es nicht geschafft, Tempo ins Spiel zu bringen“, sagte Borcherding.

 Weil er mit dem direkten Freiwurf in der letzten Aktion des ersten Durchgangs das Gesicht eines Jöllenbeckers traf, sah Marlon Schönborn die Rote Karte. Beim 13:12 lag die HSG das letzte Mal vorne. Als Christian Debowicz das 16:18 erzielte, nachdem die Gäste mehrere Chancen vergeben hatten, auf vier Tore davonzuziehen, durften die Gastgeber vor 80 Zuschauern noch einmal hoffen – genau wie beim 19:20 durch David Künsting (57:16). Doch am Ende waren die Gäste der verdiente Sieger.

HSG: Solev/Schalück – Tenkamp (2), Dux (3), Kampschnieder, Schönborn (2), Fingberg (1), Skoric, Schöttker, Riechmann (4), Künsting (3), Debowicz (5)

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