Emstalstadion ist bereit für die Rekordjagd
Bild: Nieländer
Große Sprünge machen die Motorradfahrer, wie hier der Sassenberger André Plogmann, wieder am Wochenende im Harsewinkeler Emstalstadion.
Bild: Nieländer

Seit Donnerstag wässern die Organisatoren die Bahn, um für noch mehr Grip zu sorgen. „In diesem Jahr wird der Streckenrekord von 1:01,466 Minuten des deutschen Meisters Marcus Volz aus dem Vorjahr fallen und erstmals unter einer Minute gefahren werden“, ist Hanhart sicher.

Sein Optimismus stützt sich auf zwei Umstände. Zum einen ist die 1265 m lange Bahn in einem optimalen Zustand, zum anderen ist das 160 Fahrer zählende Starterfeld hochklassig besetzt. Die Spitzenfahrer tummeln sich in der international besetzten Superprestige-Klasse S1 mit Hubraumbeschränkung auf 450 Kubikzentimeter. „Das optimale Verhältnis von Gewicht und Motorleistung“, erklärt Hanhart.

In sechs Lizenzklassen, von den Youngstern über die Amateure bis hin zu den Prestigeklassen S1 und S2 aus dem In- und Ausland wird gefahren. „Wir sind ausgebucht, ich musste mehr als 30 Fahrern eine Absage erteilen“, sagt Hanhart.

Angeführt wird das S1-Fahrerfeld vom früheren Vize-Weltmeister Marc-Reiner Schmidt und dem Team-Weltmeister Jan Deitenbach. „Schmidt zählt für mich zu den Top-Favoriten“, ist Hanhart seit dem Training vor zwei Wochen überzeugt. Die Bahn im Emstalstadion zählt aber auch zu den Lieblingsstrecken des deutschen Vize-Meisters und Ex-Champions André Plogmann aus Sassenberg. Mit Marcus Volz und dem Ex-Europameister Petr Vorlicek (Tschechien) haben weitere Favoriten gemeldet.

Als Außenseiter geht MSC-Fahrer Morten Hagemann ins Rennen. Der Gütersloher hatte sich im Februar beim Eishockey den Meniskus im linken Knie eingerissen. Die OP ist erst drei Wochen her, trotzdem nahm er am Training teil, aber vor dem Rennen hat Hagemann angesichts der anspruchsvollen Strecke mit dem Sprunghügel mächtig Respekt.

In der offenen Hubraumklasse S2 ist der MSC mit Felix Rottmann und Simon Belke vertreten. Siegchancen hat Eike Moes. Der MSC-Clubfahrer gewann im vergangenen Jahr die Ü40-DM. „Eike wird sicherlich wieder vorne dabei sein“, schätzt Hanhart den 44-Jährigen stark ein. Das Rennwochenende beginnt am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr mit Trainingsläufen. Die ersten Rennen starten am Sonntag um 10.25 Uhr, das S1-Finale beginnt um 16.05 Uhr.

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