Ennigerloh lässt die Korken knallen
Bild: Wegener
Der SuS Ennigerloh feiert vorzeitig die Meisterschaft der Fußball-Kreisliga A Beckum und startete am Sonntag mit dem Party-Marathon.
Bild: Wegener

Alles egal! Denkt sich auch Herrmann, der nach der feuchtfröhlichen Champagner-Dusche mehr erleichtert als ausgelassen sagt: „Endlich. Wir haben es geschafft.“ 4:0 siegte der Kreisliga-Meister gegen Vorwärts Ahlen und startete erst die Party, als jeder Restzweifel über das Ergebnis in Walstedde, das 0:3 gegen Neubeckum verlor, feststand.

„Wir haben uns das wirklich verdient. Die Qualität im Team ist echt hoch. Das hat man heute wieder gesehen“, freute sich Dennis Herrmann, der sich die Jubel-Rudelbildung seiner Schützlinge aus sicherer Entfernung anschaute. Bis es ihn halt selbst erwischte.

Dabei wird der Trainer Hakenes Champagner-Attacke von hinten gerne hingenommen haben. Denn es war mal wieder Ennigerlohs Spielmacher, der den feinen Unterschied machte und zeigte, warum der neue Meister vom Stavernbusch in dieser Saison ligaspitze ist. In der 49. Minute klärte Ahlens Sebastian Aksan einen Hohmann-Kopfball nur halbherzig, direkt vor die Füße von Hakenes, der das Leder aus gut 20 Metern in den Winkel knallte. Es war die Vorentscheidung.

Denn Ahlens Offensive fand bis auf einen Weber-Schuss (drüber), einen Schramm-Kopfball (gehalten) und ein Abseitstor von Weber (44.) kaum statt. „Uns fehlte die Durchschlagskraft. Ennigerloh hat Stürmer, von denen träume ich“, sagte DJK-Chef Wolfgang Holtz.

In der Tat: In den entscheidenden Momenten wirbelte Ennigerlohs Angriff nach Lust und Laune. Riko Nonhoff (23.) und der eingewechselte Alex Scheljakob (64., 84.) legten gegen die Gäste aus Ahlen den Grundstein für die wohl ausgiebigste Sause beim SuS seit Jahren.

„Heute wird auf jeden Fall gefeiert“, war sich Trainer Herrmann sicher, dass seine Jungs nicht nur gut kicken können. Dann wahrscheinlich sogar mit frischen T-Shirt und langen Atem für die Nacht des Meisters.

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