Ennigerloh schießt über das Ziel hinaus
„Wir packen das!“ Dennis Herrmann (l.)  und Paul Malkusz freuen sich auf das Abenteuer Bezirksliga. Sie erleben derzeit grünweiße Sternstunden.

„Dass es so schnell geht, hätten wir nicht gedacht“, betont Trainer Paul Malkusz, der gemeinsam mit Herrmann ein Team formte, das mit dem Aufstieg in Bork alle Pläne über den Haufen warf. „Das war genial. Die Unterstützung, die Stimmung, das werden viele Spieler noch nicht erlebt haben”, schwärmt Malkusz.

20 Jahre ist es nun her, dass Ennigerloh zuletzt in der Bezirksliga kickte. Damals gingen Malkusz und Herrmann noch mit den Junioren auf Tore- und Punktejagd. „Wir kennen uns seit der F-Jugend“, sagt Herrmann. Es folgten viele Jahre im grünweißen Trikot – erst als Spieler, dann als Übungsleiter oder mittlerweile als Vorstandsmitglied. Beide erlebten Höhen und Tiefen. Bei der Bestandsaufnahme jetzt sind sie sich einig: „Das ist momentan die erfolgreichste Zeit, die wir erleben“, erklärt Malkusz.

„Bei uns steht das Kollektiv im Vordergrund“

Kollege Herrmann fügt hinzu: „Man wird oft auf den Erfolg angesprochen. Das ist schön. Die Leute honorieren unsere Arbeit.” Jetzt also geht es in die Bezirksliga. Komplettes Neuland. Zumindest für das Trainer-Gespann. „Wir freuen uns auf alles: Andere Teams, andere Plätze und Spielweisen”, ist Herrmann gespannt auf das Abenteuer, das – natürlich – ganz schwer wird, wie Malkusz befürchtet. „Aber ich glaube, wir können das schaffen. Wir haben eine gute Truppe, die noch Potenzial hat.” Bestes Beispiel: Hendrik Hohmann und Jens Quante, die beide schon in der B-Liga zum Kader gehörten, und die an dem stetigen Erfolg gewachsen sind.

„Jens ist vorher kaum in Erscheinung getreten. Mittlerweile ist er nicht mehr wegzudenken”, sagt Malkusz. Das gilt auch für Hohmann, der vor einigen Jahren noch auf der Außenbahn spielte. „Da reichte die Puste für 20 Minuten. Jetzt ist er bei 70”, scherzt Herrmann. Er weiß, was er an seinem Knipser hat. Aber nicht nur an dem. „Bei uns steht das Kollektiv im Vordergrund. Nicht nur Hohmann oder Hakenes.” Was für Ennigerloh spricht: „Schon vor den Relegationsspielen hatten eigentlich alle für die neue Saison zugesagt – unabhängig vom Ausgang”, sagt Herrmann. Dass es nun die Bezirksliga geworden ist, darüber freuen sich die Macher. Eben auch, weil alles deutlich schneller ging als geplant. 

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