Entspannter Pokalabend? Nicht mit RWA!

6:5 setzte sich der Regionalligist gegen den tapferen Landesligisten Concordia Wiemelhausen durch. Nach Elfmeterschießen wohl gemerkt. Nach drei Platzverweisen und einem verschossenen Elfmeter von Daniel Schaffer (92.) in der Verlängerung. Haarscharf am Desaster vorbeigeschrammt und nur mühsam über die Ziellinie gerettet.

„Dabei hatten wir in der ersten Halbzeit alles im Griff“, sagte Ahlens Geschäftsführer Gerald Stoffers. Ahlen führte durch die Treffer von Schaffer (35.) und Yilmaz (45.) zur Pause mit 2:0. Aber wie schon in Wegberg brachen die Rotweißen nach der Halbzeit ein. „Wir haben einfach viel zu wenig investiert“, erzählte Trainer Marco Antwerpen. Prompt schoss Concordia das 1:2 (57.).

Der Landesligist spielte rotzfrech nach vorne und kam in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich – natürlich nach einem Freistoß. Max Dahlhoff hatte zuvor seinen Gegenspieler gefoult und flog mit Gelb-Rot vom Platz. „Rico Weiler würde uns bei so etwas weiterhelfen“, wird Antwerpens Schrei nach der Verpflichtung lauter – noch fehlt aber das Geld. Auch Wiemelhausen Schreier wurde in der Nachspielzeit des Feldes verwiesen.

Der unglückliche Abend nahm seinen Lauf: Erst verschoss Schaffer in der Verlängerung einen Elfmeter (92.), dann sah Rouven Meschede Rot (110.). „Ich hätte mir gewünscht, die Stürmer sammeln ’mal etwas Selbstvertrauen.“ So aber kam RW Ahlen mit einem blauen Auge davon, weil zumindest beim Elferkrimi alle Schützen bis auf Yildirim die Nerven behielten. „Hauptsache weiter. Das zählt unterm dem Strich“, betonte Antwerpen, der sich den Abend dennoch anders vorgestellt hatte.

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