Erkan Teper hellwach gegen Wach
Noch ganz entspannt: Erkan Teper (l.) und Mariusz Wach zeigen ihre Arbeitsgeräte. Am 18. März wird’s ernst.

Im Vorprogramm der SES-Veranstaltung um die EM im Halbschwer kämpft Teper um eine IBF-Meisterschaft („Interconti oder irgend sowas“, winkt Teper ab), was nichts anderes ist, als ein Vorbereitungskampf für erneut höhere Aufgaben. „Irgendein Gürtel muss es schon sein“, trägt es der ehemalige BSK Ahlen-Kämpfer mit Humor.

 „Danach kommt sofort ein Titelkampf, dann bin ich wieder ganz oben“, ist sich der 34-Jährige sicher. Helfen soll ihm dabei der Ex-Weltmeister im Cruiser-Gewicht, der Deutsch-Kubaner Yoan Pablo Hernandez, der Oktay Urkal als Trainer ablöst. „Hernandez bringt Feuer und Leidenschaft mit, der tritt mir in den Hintern“, weiß Teper um seine Bequemlichkeit. „Das brauch ich doch.“

 Am Dienstag schon ging’s ins Trainingscamp nach Stuttgart, wo ihn Sparringspartner erwarten, allesamt Hünen über zwei Meter. „Ich muss schnell sein, explosiv“, sieht Teper seine Chance gegen den etwas langsamen, aber kraftvollen polnischen 2,03-Meter-Riesen. Und er muss Gewicht machen: Bei seiner letzten und ersten Niederlage gegen Christian Hammer im Oktober schleppte Teper noch 120,4 kg mit. Viel zu viel.

„Jetzt bin ich schon auf 115 Kilo, beim Kampf werden es 112 sein“, verspricht der Ex-Europameister von 2015 bewegliche Hüften und schnelle Beine. Teper steht nicht nur unter Zugzwang, endlich wieder ganz oben anzugreifen, sondern ist auch gewarnt: Ausgerechnet Mariusz Wach besiegte Tepers Bezwinger Christian Hammer 2010 durch K.o.. Autsch!

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