Ernüchternde Niederlage für Ahlener SG
Christoph Wischniewski gab dem Spiel trotz seiner fünf Tore keine Wende.

Die jungen Handballer offenbarten eklatante Schwächen. Vor allem im Angriff war die Mannschaft von Spielertrainer Sascha Bertow viel zu leicht auszurechnen und unterm Strich zu harmlos. Konnten sich die Gastgeber am Ende der ersten Hälfte nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand bis auf zwei Treffer zur Pause herankämpfen (14:16), lief nach dem Wechsel nicht mehr viel zusammen. Gleich dreimal landete der Ball nach dem Wiederanpfiff an Pfosten oder Latte und das bestrafte Uerdingen mit Gegenstößen.

Bis zur 45. Minute konnten Bertow & Co. nur drei Treffer erzielen. In dieser Phase zeigte sich, woran es im Team hapert. Zum einen fehlte die Ordnung, um sich Lücken am Kreis zu erspielen, zum anderen packten die Spieler mit zunehmender Spieldauer die Brechstange aus. Damit waren sie gegen die langen Kerls im Innenblock und einen gut aufgelegten Benedikt Köss im Uerdinger Tor nicht gut beraten. Und als Bertow seinem Team eine 3:3 Abwehrformation verordnete, hatten die Gäste leichtes Spiel. „Wir haben uns in der Abwehr zu wenig bewegt.

In der 3:3 Abwehr haben wir vorne gut gestanden. Dahinter hat Lars Köhler gut gearbeitet, aber die anderen beiden nicht. Die haben sich ein bisschen ausgeruht, hatte ich das Gefühl. Das werden wir diese Woche wohl etwas extremer trainieren müssen, das Laufen“, drohte der Spielertrainer Konsequenzen an. Uerdingen wechselte munter durch, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam und konnte die ASG ohne Mühen auf Distanz halten. Frust statt Lust machte sich breit und die Gesichter wurden ob der zum Teil desolaten Leistung immer länger.

 Da tat es am Ende gut, dass die Zuschauer ihr Team nach dem Abpfiff trotz der Leistung mit Applaus verabschiedeten. Gegen Uerdingen hatte die ASG nichts zu bestellen. Der Rückraum war zu harmlos, die Wurfausbeute mehr als schlecht und in der Deckung passte es einfach nicht. Ein ernüchterndes Fazit nach einem ernüchternden Spiel.

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