Erst schwindet das Personal, dann die Kraft
Vorentscheidung: Als John Hall mit dem fünften Foul vom Feld muss, verliert der GTV an Durchschlagskraft unter dem Korb.

 „Uns sind die Kräfte ausgegangen“, sprach GTV-Spielertrainer Roman Prier die Probleme an, die den Güterslohern in der Schlussphase den möglichen Sieg kosteten. Bis zur 32. Minute führten die GTV-Korbjäger mit 59:56. Doch dann verabschiedete sich zunächst John Hall, mit elf Punkten zweitbester Punktesammler an diesem Abend, mit dem fünften Foul.

Als auch der zweite Center Lukas van Bruggen, der auf acht Punkte kam, sein fünftes Foul kassierte, waren die Gütersloher harmlos im Angriff und hilflos in der Verteidigung. Die Folge waren viel zu einfache Körbe, mit denen der Tabellenführer in den letzten neun Minuten einen sagenhaften 20:4-Lauf hinlegte.

 „In der Verteidigungszone war ein riesengroßes Loch“, berichtete Prier, der als einziger noch zwei Mal für die Gütersloher punkten konnte. „Es ist schade und tut ein bisschen weh“, gestand der Spielertrainer. Bis dahin hatte Priers Mannschaft nach sehr konzentriertem Beginn das Spiel offen gestaltet. „Schlangen war richtig nervös“, gefiel Prier besonders die Anfangsphase, als der Tabellenzweite den Spitzenreiter in der aufgeheizten Atmosphäre ordentlich unter Druck setzte.

 Doch mit einer aus GTV-Sicht unnötigen und unglücklichen Serie von drei Dreiern zu Beginn des zweiten Spielabschnitts schaffte der VfL den Anschluss.

GTV: Kotulla (1), Schimmel (7), Reck (5), Labrado Losada (2), van Bruggen (8), R. Prier (23), Reimer (6), Hall (11)

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