Evers kündigt höheren Etat für Dritte Liga an
Peter Evers gibt Gas: "Wir können nicht einen Brandherd löschen und alle anderen flackern lassen", sagt RW Ahlens neuer Mäzen.

 Der neue Mäzen RW Ahlens gibt Bleifuß. Aber richtig: „Natürlich hat der kommende Etat Drittliga-Qualität, der ist sogar höher als der aktuelle in diesem Jahr“, sagt er. „Ich verschwende meine Energie doch nicht für die Regionalliga.“ Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Es hört sich so an, denn Peter Evers scheint beim Wiederaufbau des Werseclubs keine Zeit verschwenden zu wollen. „Wenn die Lizenzierungsantwort vom DFB kommt, müssen wir mit Auflagen rechnen, wir müssen uns beeilen“, so der Diplombetriebswirt, der gestern bereits das zweite Treffen mit den früheren Vorstand RW Ahlens hatte, um gemeinsam mit vorrangig Jörg Hellwig und Heinz-Jürgen Gosda den Verein auf solide Füße zu stellen. „Hier geht es um die Sache RW Ahlen, Eitelkeiten haben dabei nichts zu suchen“, gibt der 45-Jährige den Takt fürs Teamwork vor, für das er aber schon so ganz persönliche Wünsche hat.

Arbeitsteilung mit altem Vorstand

 Zugegeben: Am liebsten wäre es Evers, er könnte die Kaderplanungen zusammen mit Trainer Arie van Lent und Manager Ronald Maul vorantreiben, während sich die Ahlener Kollegen und führenden Köpfe um alte und neue Sponsoren kümmerten. „So gut kenne ich mich in Ahlen ja noch nicht aus“, gibt er zu und bietet auf diesem Wege eine praktische Arbeitsteilung an. Schließlich sind ja auch noch die aktuellen Gläubiger zufrieden zu stellen – „unsere nächste Baustelle“, wie Evers sagt.

Erste Gespräche mit Spielern möglich

Derweil freut sich Ronald Maul durchaus über so viel Optimismus. „Gut, so kann ich wenigstens erste Gespräche führen und bei Spielern vorfühlen“, nickt der Manager. Dennoch: Ein offizieller Vertrag über das Budget der Zukunft wäre ihm noch etwas lieber als mündlich mitgeteilte Zahlen. „Das kann ja nur unter Vorbehalt gelten“, ist Maul professionell vorsichtig und erinnert: „Noch unterliegen wir der vorläufigen Insolvenz, so lange dieser Antrag nicht zurückgenommen ist, ist auch die Situation noch unklar.“ Also: vorerst fühlt es sich an wie Weihnachten. Bis zur Bescherung aber muss man wohl noch etwas geduldig sein.

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