Everswinkel überrennt WSU in Hälfte zwei
Bild: Penno
In der zweiten Halbzeit konnten Moritz Grothues (l.) und die Warendorfer Sportunion die Everswinkeler Angreifer, wie hier Raphael Wierbrügge, kaum mehr effektiv stoppen.
Bild: Penno

Ein Derby war es aber nur auf dem Feld, was wohl auch am Spiel der DHB-Auswahl gegen Spanien bei der Handball-EM lag, das eine Dreiviertelstunde vorher angepfiffen wurde. Als dies beendet war, füllten sich die Ränge in der Kehlbachhalle noch ein wenig mehr, es kam Stimmung auf. Und es war ohnehin spannender als in Norwegen, was die DJK und die WSU ablieferten.

Plan der WSU geht nur am Anfang auf

2:2 stand es nach neun Spielminuten, dann nahm das Derby langsam Fahrt auf. Die WSU stellte die Gastgeber mit einer offensiven Deckung gleich auf die Probe und hatte Erfolg. „Da ist unser Plan aufgegangen, mit der doppelten Manndeckung haben wir die DJK ein wenig irritiert“, fasste WSU-Trainer Stefan Hamsen die ersten 30 Minuten zusammen. Bis zur 25. Minute funktionierte der Plan, die WSU lag meist mit zwei Toren vorne. „Wir haben uns schwer damit getan“, meinte Thomas Steinhoff.

Gegen Ende der ersten Halbzeit bekam der SC die Partie in den Griff, Torben Feidieker brachte seine Mannschaft beim 12:11 (28.) zum ersten Mal in Führung, zur Pause stand es 13:13. Das war wichtig für die DJK, wie der weitere Spielverlauf zeigte. Denn nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber nach und erhöhten in den ersten fünf Minuten auf 17:14.

Im Tor lief Till Krefting zur Hochform auf und raubte dem WSU-Angriff mit seinen Paraden den Nerv. Everswinkel fand, angetrieben vom Publikum, immer besser zu seinem Spiel und erhöhte den Druck. „Dem konnten wir nicht mehr standhalten“, erkannte Hamsen an. Der Abstand wurde immer größer, nach 53 Minuten zweifelte beim 25:18 niemand mehr am Heimsieg der DJK. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung mit einem überragenden Till Krefting“, lobte Steinhoff seine Schützlinge.

SC DJK: Krefting, Tresp – Kruse (7), Loick-Feidieker (5), Wierbrügge (5), N. Brochtrup (1), Schänzer (4), Homann (2), Sand (2), Sieling (1), Hillebrand (1), Götz

WSU: Kolodzei, Hartmann – Nitsche (5/2), Wiedeler (4), Linnenbank (4/2), Weber (3), M. Hippler (3), Grothues, Schwaer (beide 1), Ahlke, Baggeroer, C. Hippler

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