FC Gütersloh hält eine Stunde gut mit
Bild: Dünhölter
Der Knackpunkt: Vergebens reckt sich FC Güterslohs Torwart Berkay Yilmaz unter den Außen von Alessandro Tomasello (l.) und Pascal Widdecke (r.), die Bogenlampe segelt zum 1:0 für Meinerzhagen ins Netz.
Bild: Dünhölter

 Die gestern wieder einmal von Werder Bremens Profi Nuri Sahin an der Seitenlinie betreuten Gäste untermauerten ihren Anspruch auf einen Durchmarsch von der Westfalenliga in die Regionalliga. Wenngleich die Hausherren eine Stunde beherzt mithielten. Erst ein Lapsus von Torwart Berkay Yilmaz brachte den RSV auf die Siegerstraße.

Am Tag seines 23. Geburtstages unterschätzte Yilmaz eine vermutlich als Flanke gedachte Bogenlampe von Til Baumann von der linken Seitenauslinie, der Ball segelte über Yilmaz hinweg zum 0:1 ins Netz (6.0). „Fehler passieren, ich mache Berkay keinen Vorwurf“, zeigte sich Julian Hesse nachsichtig.

Die Führung fiel zu diesem Zeitpunkt nicht ganz unverdient. Denn vor allem im ersten Durchgang setzte Meinerzhagen den FCG permanent früh unter Druck, sodass sich Gütersloh aufs Kontern verlegte. Aber falls Ron Berlinski (10.) oder Pascal Beilfuß (38.) zum Abschluss kamen, erwies sich Berkay Yilmaz als Herr der Lage.

„Nach Wiederanpfiff hatten wir eine sehr gute Phase“, musste Hesse jedoch mitansehen, wie Pascal Widdecke (47.), Lars Beuckmann (51.) und Pascal Rump (53.) ihre Chancen vergaben. Kurz darauf erfolgte der Rückschlag für die Hausherren durch den unnötigen Gegentreffer.

„Bis zum 0:1 war es ein Spiel auf Augenhöhe“, ärgerte sich Julian Hesse über das Pech in der Schlussphase. In der wurde auf beiden Seiten noch munter gewechselt, mit der Niederlage mochte sich Gütersloh nicht abfinden. So wurde ein Schuss des eingewechselten Saban Kaptan aus kurzer Distanz geblockt (77.).

Vier Minuten vor dem Schlusspfiff fingen sich die Hausherren den entscheidenden Konter ein, als sich Tomasello im Rücken der FCG-Abwehr freilief und der eingewechselte Andreas Spais den Querpass zum zweiten Treffer für Meinerzhagen vollstreckte. „Das ist bitter“, atmete FCG-Trainer Julian Hesse nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichtern Sina Diekmann einmal tief durch.

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