FC Gütersloh hat sich den Punkt redlich verdient
Bild: Dünhölter
Nur eine Halbzeit im defensiven Gütersloher Mittelfeld dabei: Janis Kraus (l.) musste etliche Fouls einstecken und blieb mit angeschlagenem Knie in der Kabine.
Bild: Dünhölter

„Unser Ziel war ein Punkt, das haben wir erreicht und Hamm auf Distanz gehalten. Alles ist gut“, ärgerte Bonan überhaupt nicht, dass seine Mannschaft zwei Punkte liegen gelassen hatte.

Klar, Janis Kraus musste schon in der elften Minute nach einem wuchtigen Kopfball von Jannik Prinz aus sechs Metern auf der Linie retten und Matthäus Wieckowicz in der 82. Minute einen Freistoß zur Ecke klären. Ansonsten fiel den Hausherren allerdings kaum Zwingendes ein.

Ein deutliches Chancenplus verbuchten deshalb die Gütersloher, denen Bonan wieder einmal eine leicht veränderte Startformation verpasst hatte. Angefangen bei Janis Kraus, der bei einem von Waldemar Jurez eingeleiteten Konter den Ball aus 16 Metern knapp am linken Pfosten vorbeizog (14.). Zwei Minuten später spielte Wieckowicz beim nächsten Konter zu eigenwillig und scheiterte, statt die mitgelaufenen Kraus oder Thomas anzuspielen. Kurz vor dem Seitenwechsel verzog Fatih Gürer eine Direktabnahme.

Nicht mehr aus der Kabine kehrte Lasse Fischer Riepe auf den Rasen zurück, sein Knie war nach mehreren Fouls angeschwollen. Ufuk Basdas sprang ein und empfahl sich mit seinem Auftritt im zweiten Durchgang für eine baldige Rückkehr in die Startelf. So, wie sich auch Nico Schürmann und Dastin Szymanski nahtlos einfügten. „Jeder weiß, dass er gebraucht wird“, fällt es Bonan anscheinend leicht, die Reservisten bei Laune zu halten.

Die Laune des FCG-Trainers wäre vermutlich noch etwas besser gewesen, wenn seine Mannschaft kaltschnäuziger bei den Kontern agiert hätte. Bis Hamm nach mehr als einer Stunde seinen angeschlagenen Top-Stürmer Jochen Höfler einwechselte, diktierten die Gäste das Geschehen. Doch Gürer (46., 54.), Basdas (60.) und Jurez (90.) nutzten ihre Chancen nicht. So blieb es beim aus Hammer Sicht schmeichelhaften Remis. „Wir wollen ja auch schön die Kirche im Dorf lassen“, sagte Heiko Bonan, der trotzdem mit seiner Mannschaft in der Tabelle einen Platz gut machte und bereits Siebter ist.

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