FC Kaunitz verliert fünf Routiniers
Bild: Casper
Herber Verlust: Der FC Kaunitz muss künftig unter anderem auf (v. l.) Denis Hülsebusch und Lukas Krause verzichten. Zudem gehen drei zusätzliche erfahrene Spieler.
Bild: Casper

Erschwerend kommt aus seiner Sicht hinzu, dass der FCK vor einem großen personellen Umbruch steht: Mit Marco Kaminski (36), Lukas Krause (34), Fabian Großeschallau (32), Denis Hülsebusch (34) und Lennart Schulze (28) lassen gleich fünf Routiniers zum selben Zeitpunkt ihre langjährige Karriere in Kaunitz ausklingen. Allesamt sind sie  Leistungsträger im Team des derzeit auf einem Mittelfeldplatz rangierenden Landesligisten.

Laut Trainer Uffelmann treffe ihn der Rückzug des bewährten Quintetts nicht unvorbereitet. Der FCK-Coach weiß schon seit Anfang des Jahres, dass er demnächst fünf große Lücken schließen muss. Somit wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Durchschnittsalter der Mannschaft erheblich sinken.

Maik Uffelmann sieht darin auch eine Chance für die nachrückende Generation. Der 33-Jährige macht die Tür weit auf: „Den jungen Leuten bietet sich nun die Gelegenheit, schnell in das künftige Team reinzuwachsen.“

Die scheidenden Oldies ziehen sich aus beruflichen und familiären Gründen zurück. Hülsebusch wird zum zweiten Mal Papa, für Großeschallau ist es das erste Mal. Sie machen einen Schlussstrich hinter den Fußball, um mal abschalten und sportfreie Sonntage genießen zu können.

Marco Kaminski, der die B-Lizenz besitzt, lagen übrigens schon mehrere Anfragen vor. Doch der 36-Jährige will erst später ins Trainergeschäft einsteigen. „Die Landesliga hätte ich mir noch ein paar Jährchen zugetraut, aber ich möchte es nicht auf die Spitze treiben“, betonte der 2017 zum FCK gestoßene frühere Verler.

Kaminski und Fabian Großeschallau zählen mit jeweils 262 Einsätzen zu den dienstältesten Ex-Akteuren des Regionalligisten von der Poststraße, beide werden nur noch von Julian Schmidt (285) übertroffen.

Für Verl hatte auch Lukas Krause gekickt, der weiterhin mit dem runden Spielgerät zu tun hat. In seinem Nebenjob vertreibt der Mittelfeld-Regisseur Fußbälle der Marke Fuloma.

Für Lennart Schulze steht jetzt sein Catering-Unternehmen, das ihn gerade an den Wochenenden beansprucht, an erster Stelle.

Hart treffen dürfte den FCK auch der Abgang von Urgestein Denis Hülsebusch, der fast in jeder Spielzeit erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft war. Aktuell ist „Hülse“ mit 16 Treffern drittbester Angreifer der Landesliga. Maik Uffelmann, der nach einer Corona-Erkrankung („Das Virus hatte ich mir beim Skiurlaub in Tirol eingefangen“) inzwischen wieder topfit ist, freut sich auf weitere (Abschieds-) Tore des bärtigen Stürmers.

Doch noch weiß niemand, wann und ob es überhaupt weitergehen wird. Uffelmann hofft unterdessen, dass sich seine Schützlinge in der Zwischenzeit an seine Vorgabe halten – ein wöchentliches Laufpensum zwischen 20 und 25 Kilometern. Ungeachtet des bevorstehenden XXL-Personalumbruchs glaubt der Trainer: „Wir werden auch in der nächsten Saison eine gute Truppe ins Rennen schicken.“

SOCIAL BOOKMARKS