FCG macht es spannender als nötig
Foto: Dünhölter
Der eingesprungene Roman Zengin blieb aus Sicht von Tabellenführer FC Gütersloh glücklicherweise folgenlos..  
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FCG-Sechser Tim Manstein analysierte die Situation ganz nüchtern. „Das ist nur eine Momentaufnahme“, betonte der überzeugende Dauerläufer. „Wir haben das in der ersten Halbzeit 35 Minuten gut gemacht, müssen das in Zukunft aber 80 bis 90 Minuten hinkriegen.“ Seine Elf sei in der ersten Halbzeit sehr dominant gewesen und habe bis zur 65. Minute mit gutem Gegenpressing dem Widersacher das Leben schwer gemacht, fügte Trainer Julian Hesse hinzu.

Beuckmanns Verletzung schmerzt

Allerdings verpassten die Hausherren vor dem Wechsel die Vorentscheidung und verloren – und das war wesentlich gravierender – ihren Abwehrchef. In der 33. Minute musste Lars Beuckmann mit einem klaffenden Cut über dem Auge runter. Fortan wirkte Gütersloh in der Rückwärtsbewegung nicht mehr so souverän. Vorne bekam die Mannschaft ihre Möglichkeiten – besonders nach guten Standards von Tim Manstein und Flanken aus dem Spiel heraus. In den Szenen in der zweiten Etage nutzte der FCG seine Größenvorteile.

Dimitros Nemtsis’ Kopfball (29.) beispielsweise touchierte die Lattenoberkante. Kurz zuvor (27.) hatte der Angreifer den Kasten knapp verfehlt. Björn Schlottke tauchte in der 24. Minute nach einem langen Ball von Manstein frei vor dem Tor auf, brachte die Kugel aber nicht unter. Die Kicker aus dem Ruhrpott blieben also in Schlagweite und wurden torgefährlicher.

Glück ein wenig überstrapaziert

Sowohl Manstein als auch Trainer Julian Hesse gaben nach dem Schlusspfiff zu, man habe das notwendige Glück ein wenig überstrapaziert. Wattenscheid ging aber fahrlässig mit seinen Gelegenheiten um. Weder Felix Casalino (55.) noch Agon Arifi (58.) und der völlig blanke Mike Lewicki (74.) trafen ins Schwarze. Nach einem Freistoß von Nils Hönicke musste Nemtsis sogar auf der Linie klären (79.). „Glück gehört dazu“, fasste Manstein das Ganze zusammen. „Wir nehmen den Sieg aber natürlich gerne mit.“

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