FCG ruft seine Fans zur Besonnenheit auf
Keine Krawalle möchte Fußball-Oberligist FC Gütersloh am Sonntag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Ahlen im Heidewaldstadion sehen.

 „Wir möchten euch bitten alles dafür zu tun, dass es ein ruhiges, fair sportliches und von unschönen Vorfällen freies Fußballspiel wird. Bitte verzichtet auf alles, was andere provozieren könnte. Bitte unterlasst das Abbrennen von Pyrotechnik. Wir lassen uns nicht provozieren und behandeln unsere Gäste mit Respekt.“ Diesen eindringlichen Aufruf an die Fans hat der FC Gütersloh jetzt im Internet auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Wohlwissend um die bewegte Vergangenheit.

So wie beim Hinspiel Mitte Oktober vergangenen Jahres. Nach Anpfiff sprach sich herum, dass gewaltbereite Ahlener Fans die FCG-Anhänger beim Verlassen des Wersestadions abfangen wollten. Kurzerhand parkte der heimische Fünftligist den Mannschaftsbus direkt vor dem Ausgang, so dass die Gütersloher Gruppe unbehelligt einsteigen konnte. Mit der Bahn angereist, fuhren die FCG-Fans mit dem Teambus wieder nach Hause. Aber erst nach Beendigung einer Sitzblockade einiger RWA-Sympathisanten direkt am Stadion.

„Aus Ahlen liegen uns keine Hinweise auf die Anreise gewaltbereiter Fans vor“, will sich FCG-Sicherheitschef Thomas Birkenhake allerdings am Sonntag nicht böse überraschen lassen. Auch die Polizei ist gewarnt und stuft die Partie als Sicherheitsspiel ein. Wie schon in der Vorjahresbegegnung sollen deshalb die mit der Bahn anreisenden RWA-Fans von einer Reiterstaffel direkt bis zum Stadion geleitet werden.

„Wir setzen für die Partie gegen Rot-Weiß Ahlen viermal so viele Ordner ein wie bei einem normalen Oberligaspiel“, möchte Birkenhake die tatsächliche Zahl nicht nennen. „Das für den erhöhten Ordnereinsatz benötigte Geld hätten wir sinnvoller für die Jugendabteilung ausgeben können.“ Zudem wird am Sonntag die direkte Zufahrt zum Stadion gesperrt.

Probleme mit eigenen Fans erwartet Birkenhake indes kaum. Die Szene rund um den FCG hat sich in den vergangenen Jahren beruhigt. Erst zweimal fielen FCG-Fans bei Auswärtsspielen negativ auf: Beim ASC Dortmund und in Zweckel brannten sie Pyros ab. Birkenhake: „Da es in Zweckel ein Wiederholungsfall war, wird es uns wieder etwas kosten.“

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