FSV Gütersloh beantragt Lizenz für 1. Liga
Bild: Steinecke
Ein Wiedersehen könnte es bald schon zwischen Güterslohs Marina Hermes (l.) und Wolfsburgs Alexandra Popp geben. Den Lizenzantrag für die Erste Liga will der FSV jedenfalls stellen.
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Eigentlich hatten die Verantwortlichen im Vorfeld gesagt, ein Aufstieg komme in diesem Jahr nicht in Frage. Zu tief saßen die schlechten Erfahrungen mit dem blauäugigen Ausflug in die Königsklasse. 2012 hatte das Abenteuer 1. Bundesliga dazu geführt, dass der Verein am Rande der Insolvenz stand.

Laut FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter sei es angesichts der jetzigen Ausgangslage für einen leistungssportorientierten Verein aber kein gutes Zeichen in der Außendarstellung gewesen, den Antrag nicht zu stellen.

Der Entschluss für den Lizenzantrag sei auch als Signal an Mannschaft und Trainer zu verstehen. Auf dem dritten Platz haben die Gütersloherinnen mit 28 Punkten vier Zähler Rückstand auf den 1. FC Lübars an der Tabellenspitze. Einen Punkt beträgt der Abstand auf den SV Meppen auf Platz zwei.

Während Meppen den Lizenzantrag für die 1. Liga stellen will, ist aus Lübars zu hören, dass das ohne einen strategischen Partner nicht geschehen werde. Im Sommer läuft für den Club die Allianz mit Hertha BSC Berlin aus und wurde bisher noch nicht verlängert.

Aber auch für Horstkötter, der kein unüberschaubares finanzielles Risiko eingehen will, ist klar, dass der Aufstieg ins Oberhaus ohne finanzielle Unterstützung nicht funktioniert, auch wenn der Verein gut gewirtschaftet habe und besser aufgestellt sei als 2012.

Bis zum 16. März hat der Verein nun Zeit, die erforderlichen Unterlagen in Frankfurt einzureichen. Dazu gehört auch der Prüfbericht einer Wirtschaftskanzlei. Zudem wird vom DFB für die Zulassung gefordert, dass Geschäftsstelle und Position des Trainers hauptamtlich besetzt sind. Ein anderer Weg ist zwar möglich, hätte eventuell jedoch Kürzungen der DFB-Zuschüsse zur Folge.

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