FSV Gütersloh dominiert die Hallen-Premiere
Bild: Steinecke
Siegerlächeln: Die Premiere der Hallen-Kreismeisterschaft im Frauenfußball gewann der FSV Gütersloh, mit dem sich auch Kreisvorsitzender Reinhard Mainka (hinten links) freute.
Bild: Steinecke

Varensells Trainer Alberto Areal nahm die Packung gelassen hin: „Ich bin stolz und glücklich. Der Vizetitel reicht völlig. Das ist mehr, als wir erwartet haben. Und gegen den FSV anzukommen, ist einfach unmöglich.“

Ein Treffer hätte es im Endspiel dann zwar schon sein dürfen, doch vor dem Tor zeigten sich die Gütersloherinnen schussgewaltig und hinten half zweimal die Glücksgöttin aus.

Der FSV lief mit einem lockeren Mix aus der ersten und der zweiten Mannschaft auf. Ralf Lietz, Trainer der Ersten, hatte seinen freien Tag und schaute als „Privatier“ vorbei. „Ich dachte, ich mache heute mal was Verrücktes und gucke Fußball“, sagte Lietz augenzwinkernd. Die Verantwortung hatte er an Bernd Hamann delegiert.

Der Trainer der Reserve verbrachte angesichts eines Turniersiegs ohne Gegentreffer einen entspannten Arbeitstag. „Manchmal ist die Favoritenrolle ja eine schwere Last. Wir wollten zunächst einmal unseren guten Fußball von draußen in die Halle transportieren. Das ist uns heute gelungen“, sagte Hamann.

Im Spiel um Platz drei standen sich der SV Spexard und der FC Sürenheide gegenüber. Nach einem 0:2-Rückstand schoss Carina Plümpe Sürenheide zum Ausgleich, nur um 20 Sekunden vor Schluss das 2:3 hinnehmen zu müssen.

Zufrieden war Jörg Mannefeld, Staffelleiter der Frauen. Der hatte die Kreismeisterschaften initiiert: „Das läuft super. Ein schönes Turnier.“ Lob gab es auch für den ausrichtenden FSV, dessen Schnitzelbrötchen die heimlichen Stars des Tages waren. Und mit der Schwarzwälder Kirschtorte hatten sich die Helfer noch einmal eine Extraportion Schulterklopfer verdient.

Der westdeutsche Fußballverband dagegen weniger. „Die haben ihre Termine zu spät bekanntgegeben“, ärgerte sich Mannefeld. Denn sonst wäre die Kreismeisterschaft zu einem früheren Termin über die Bühne gegangen, damit der Sieger an der westdeutschen Meisterschaft hätte teilnehmen können. Die Vorrunde hierfür fand so zeitgleich mit dem Gütersloher Turnier statt. „Im nächsten Jahr klappt das dann“, versprach Mannefeld.

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