FSV-Trainer Lietz vermisst das Selbstvertrauen
Bild: Steinecke
Marie Pollmann erzielte beim Remis gegen Meppen den bislang letzten Treffer für den Zweitligisten FSV Gütersloh.
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„Wir sollten unbedingt vermeiden, noch einen Tabellenplatz zurückzufallen und einen guten Schlusspunkt unter die Hinserie setzen“, sagt Trainer Ralf Lietz. Allerdings wird er sich das Spiel vom Krankenbett aus anschauen müssen. Nach dem Herford-Spiel schrieb der Arzt den ohnehin angeschlagenen Coach bis Mitte nächster Woche krank.

 Betreut wird das Team von Markus Pilot und Co-Trainerin Simone Ilse. Sie müssen darauf achten, dass die Dalkestädterinnen nicht in alte Handlungsmuster verfallen. „Gegen Herford haben wir einige Schwächen offenbart. Wir müssen taktisch besser agieren“, forderte Lietz. Vor allem mehr Selbstbewusstsein wünscht er sich von seiner Elf.

Frühes Angreifen hatte er ins Lastenheft geschrieben. Der FSV hatte sich jedoch zu passiv verhalten und sich so das Spiel aus der Hand nehmen lassen. „Wir haben uns den guten Tabellenplatz selber erarbeitet. Daran müssen wir auch mal glauben“, wünscht sich Lietz mehr Selbstvertrauen. Gegen Bremen werden die Gütersloherinnen davon eine ordentliche Portion gebrauchen können. Mit 3:0 gewannen die Norddeutschen gegen Jena II und holten gegen Herford ein 1:1 heraus.

Einen zwingenden Grund, die letzte Aufstellung umzukippen, sieht Lietz zwar nicht, macht sich aber dennoch Gedanken über punktuelle Änderungen. Mit frühem Pressing sollen die Offensivqualitäten der Ex-Gütersloherinnen Steffie Goddard, Lisa Scholz und Maren Wallenhorst unterbunden werden.

Der FSV muss jedoch zum dritten Mal auf seine drei U17-Nationalspielerinnen, die auf der EM in England spielen, verzichten. „Das ist eine enorme Schwächung. Verstehen muss ich das nicht“, ärgert sich Lietz über die langen Fehlzeiten.

Anstoß ist am Sonntag um 14 Uhr in der Rhedaer Tönnies-Arena.

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