FSV fühlt sich nach Pokal-Aus verpfiffen  
Bild: Steinecke 
Fassungslos war Ralf Lietz nach dem Pokal-Aus in Freiburg. Zum Saisonende verlässt er den FSV.
Bild: Steinecke 

 Nach einer 3:0-Halbzeitführung gegen den Erstligisten sah er sich bei der  3:7-Schlappe nach Verlängerung von der Unparteiischen Christine Batinger aus Friesenheim verpfiffen.

Zwei Fehlentscheidungen führten aus der Sicht des Coaches die Gütersloherinnen auf die Verliererstraße. „Das war auf keinen Fall ein Elfmeter. Wiebke Tepe hat extra darauf geachtet, wo sie stand“, sagte Lietz. Ein Foul der Innenverteidigerin in der 58. Minute sei es zwar gewesen, allerdings außerhalb des 16-Meter-Raumes. Die Schiedsrichterin sah es aber anders und zeigte auf den Punkt. Und in der 55. Minute übersah Batinger das Handspiel der Freiburger Schlussfrau Laura Benkarth, die außerhalb des Strafraumes mit der Hand klärte.

Anders als angekündigt waren die Gütersloherinnen mit einer offensiven Ausrichtung gestartet und setzten die Freiburgerinnen aus einer stabilen Abwehr heraus und dank einer mehrfach glänzend parierenden Vivien Brandt mit starken Kontern unter Druck.

Shpresa Aradini brachte den FSV in der 18. Minute mit 1:0 in Führung und Marie Pollmann machte eine Minute später den Doppelschlag perfekt, indem sie die gegnerische Kopfballschwäche ausnutzte. Mit ihrem 3:0 in der 33. Minute stieß Nina Ehegötz die Tür zum Halbfinale ganz weit auf.

Nach der Halbzeitpause kamen die Dalkestädterinnen jedoch deutlich schwächer zurück. Weit zurückgezogen ließen sie den Gastgeberinnen zu viel Bewegungsfreiheit. Und mussten vor dem 3:1 (47.) durch Juliane Maier zur elfmeterwürdigen Notbremse greifen. Mit dem 3:2-Anschlusstreffer (59.) geriet der FSV weiter unter Druck und musste in der 76. Minute den 3:3-Ausgleich der Freiburgerinnen durch Sylvia Arnold hinnehmen. In der Verlängerung hielt sich die Lietz-Elf zunächst ordentlich. Lediglich Lena Petermann überwand die FSV-Defensive (102.) zum 3:4. Die Dämme brachen nach der berechtigten gelb-roten Karte für Pollmann (106.).

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