FSV trudelt in den Abstiegskampf
Bild: Steinecke
Lena Lückel und der FSV Gütersloh patzten mit 0:1 im Kellerduell gegen Jena.
Bild: Steinecke

 Tessa Rinkes kauerte nach Spielschluss minutenlang regungslos zwischen den Pfosten und konnte ihren Fehlgriff nicht fassen. In der 84. Minute hatte sie sich von einem Freistoß überrumpeln lassen. Doch nicht nur Rinkes war Schuld an dem Geschenk für die Gäste.

Das Fehlen von Nina Claassen, Franziska Bröckl und Maren Wallenhorst reichte nicht als Erklärung für die Niederlage. „Wir haben genug Qualität in der Mannschaft“, sagte FSV-Trainer Markus Graskamp vor dem Spiel. „Die drei haben ihre Sache gut gemacht“, nahm er anschließend Shpresa Aradini, Katrin Posdorfer und Mirte Roelvink, die für Claassen in der Innenverteidigung spielte, aus der Verantwortung.

 Bemüht, aber ohne Leidenschaft, fanden die Gastgeberinnen kein Mittel, um nach vorne Akzente zu setzen. So fehlten immer wieder Anspielstationen. Bezeichnend die Situation in der Nachspielzeit, als Gütersloh auf den Ausgleich drängte. Roelvink suchte einen Abnehmer für ihren Pass, doch niemand kam ihr entgegen. Verzweifelt spielte sie unter Pfiffen den Ball zurück zu Rinkes.

Lediglich eine zwingende Chance kreierte die Graskamp-Elf in der ersten Hälfte. Der Freistoß von Anne van Bonn endete in der 39. Minute jedoch nur am Außenpfosten. Im Übrigen taten die Dalkestädterinnen viel zu wenig für das Spiel und ließen sich von den schwachen Gästen immer wieder in unnötige Zweikämpfe verwickeln.

 Nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild zunächst. Der FSV suchte jetzt zügig den Weg zum Tor der Gäste. Die beste Chance vergab Kristina Gessat (80.) als sie den von Brigitta Schmücker abgelegten Ball am langen Pfosten vorbeischob. Nach dem 0:1 vereitelte Rinkes in der 86. Minute die Chance von Lisa Seiler zum 0:2. „Mit Angst in der Hose macht man nur Fehler“, bilanzierte Innenverteidigerin Mirte Roelvink.

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