Favoritenrolle? Ja sicher, was sonst!
Zurück in Amt und Würden: Bernhard Venker (r.) greift wieder ein. „Er kann es einfach“, lobt sein Trainer Castilla.

 „Dieses Paket muss man schnüren“, gibt es für Carlos Castilla keine Alternative zum Sieg, denn: „Sonst war das 4:1 über Neuenkirchen für die Katz.“  Favoritenrolle? Ja klar, her damit! RW Ahlen muss ich selbstverständlich auf dem Kunstrasen der BIPA-Sportarena durchsetzen; das Oberliga-Schlusslicht darf nach vier Niederlagen in Folge sicherlich nicht ausgerechnet gegen Ahlen fröhliche Wiederauferstehung feiern.

„Natürlich müssen wir gewinnen“, macht der Trainer aus seinem Herzen keine Mördergrube und sucht keine Stolper-Entschuldigungen vorab.

Dass außerdem gleichzeitig in Erkenschwick der Tabellenzweite SV Rödinghausen zum Verfolgerduell antritt, ist eine nette Chance, um sich mit weiteren drei Pluspunkten in der Spitze festzusetzen. Das aber ist für Castilla eher ein Nebeneffekt. „Eigentlich ist mir das peng. Von mir aus können die remis spielen“, winkt er ab und schaut lieber auf die eigene Leistung.

 Die ganze Woche trabt RW Ahlen schon über den eigenen Kunstrasen, um vorbereitet zu sein, auf das wahrscheinlich technisch anspruchsvolle Duell in Dornberg. „Da kommt der Ball schnell und gerade, keine Huckel, keine Kaninchenlöcher“, ahnt Castilla schon, dass der Gastgeber „bis zum bitteren Ende kämpfen wird“.

Was hat das Team vom Kollegen Istvan Gal schon zu verlieren? Also wird es mitspielen, ab dem Mittelfeld pressen und sich mit dem Mut des Desperados in den Kampf stürzen. Dagegen kann Castilla wieder Bernhard Venker stellen („Er hat gut trainiert“), der vor der Abwehrkette Maximilian Dahlhoff ablösen soll. Birdir hat zwar immer noch muskuläre Probleme, aber sonst ist der Kader komplett, um die Reife eines Spitzenteams zu demonstrieren. Eines, das weiß, dass man eher über bescheidene Maulwurfshügel stolpert als über hohe Berge.

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