Filmreife Auftritte, Heldenrolle für FCG
Bild: Bremehr
Hut ab vor diesem FC Gütersloh: Die Jungs des spielenden Co-Trainers und Leitwolfs Alex Schiller nahmen trotz dünner Personaldecke den 26. Hohenfelder Cup und die Torjägerkanone mit auf den Heimweg.
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Beginnen wir am Ende, also beim Finale, das der FC Gütersloh unter der Regie des spielenden Co-Trainers Alex Schiller mit 2:1 gegen den bärenstarken SC Roland um Futsal-Nationalspieler Aytürk Gecim gewann. „Ich bin 43, nächste Woche werde ich 44“, sagte Julian-Hesse-Vertreter und Routinier Schiller, ehe er bescheiden lächelte. Auf dem Parkett zeigte er den meisten, oft mehr als 20 Jahre jüngeren Gegnern häufig die Hacken. Kompliment.

Mehrere Gütersloher im Rampenlicht

An Schillers Seite drängten zwei weitere Gütersloher ins Rampenlicht: Turnier-Top-Torjäger Nick Flock mit 15 Buden und Hallenrastelli Saban Kaptan, der herausragend kickte, traf und seine Nebenleute einsetzte, als hätte er auch hinten Augen im Kopf. Extraklasse.

Bei Finalgegner Roland, der sich im Sommer auf Beschluss des Vorstandes in die Kreisliga zurückzieht, beanspruchte Keeper Christopher Rump die Hauptrolle für sich. Der beste Torhüter des SCW-Budenzaubers hielt glänzend und traf obendrein achtmal. Im Endspiel musste er allerdings zweimal hinter sich greifen nach Schüssen von – natürlich – Flock und Schiller. Im Halbfinale aber überwand Rump beim 7:4-Sieg gegen Fichte gleich dreimal sein Gegenüber im Bielefelder Kasten.

Dritter Marienfeld wächst über sich hinaus

Im zweiten Vorschlussrundenspiel biss sich der FC Gütersloh lange Zeit die Zähne an den großartig mithaltenden Marienfeldern aus. SW-Torhüter Burak Kunt brachte sein exzellent kombinierendes Team sogar in Führung, bevor die Dalkestädter letztlich mit 5:2 doch noch ihrer Favoritenrolle gerecht wurden.

Das war übrigens nicht der letzte Szenenapplaus für Kunt. In der Partie um Platz drei parierte der Marienfelder im Neunmeterschießen gegen Fichte Bielefeld die ersten beiden gegnerischen Versuche und entschied auf diese Weise den Vergleich vorzeitig zugunsten des wackeren A-Ligisten.

Titelverteidiger SCW macht unglückliche Figur

Weniger ruhmreich war die Vorstellung des Titelverteidigers SC Wiedenbrück, der am Sonntag blass blieb, gegen Marienfeld und Roland verlor. Somit fiel für den Ausrichter schon vor dem Halbfinale die letzte Klappe. Gewinner waren hingegen die Schiedsrichter: „Sie haben am Samstag überragend gepfiffen, am Sonntag ebenfalls sehr gut“, urteilte Hallensprecher und Organisator Hans-Dieter Paschköwitz.

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