Fischer und Schnelle auf dem WM-Thron
 Bild: privat
Weltmeister aus der Oelder Hockeyschule: (v. l.) Jörg Schnelle und Marc Fischer dominierten mit der deutschen Nationalmannschaft in Hongkong die Konkurrenz. 
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Bei den Hallenweltmeisterschaften der Seniorenteams in den Altersklassen 40+ und 50+ bei den Herren sowie 40+ und 45+ bei den Damen in der ehemaligen britischen Kronkolonie durften sich alle deutschen Mannschaften beinahe traditionell gute Chancen ausrechnen.

Die Herren 40+ traten mit dem Oelder Marc Fischer und dem ehemaligen Oelder Spieler Jörg Schnelle an, der sogar als Kapitän auflief. In sechs Gruppenspielen traf Deutschland zweimal auf Hongkong, wobei eine Vertretung des Gastgebers mit jüngeren Akteuren antrat und daher außer Konkurrenz mitspielte.

Hinzu gesellten sich Duelle mit Kanada, den USA, England und Australien.

Das erste Spiel gegen Kanada war der nervöseste Auftritt der deutschen Mannschaft. Der spätere Titelträger kassierte früh das 0:1 und benötigte ein wenig Anlaufzeit. Letztlich hieß es jedoch standesgemäß 8:2 für Deutschland gegen ein bis zum Ende kämpfendes kanadisches Team.

Im Verlauf der folgenden Begegnungen fand der Weltmeister zunehmend besser seinen Rhythmus und überzeugte mit temporeichem schnellem Spiel, dem die Kontrahenten selten etwas entgegenzusetzen hatten. Beispielsweise wurden die außer Konkurrenz antretenden Hongkong Dragons mit 16:2 aus der Halle gefegt.

Sämtliche DHB-Teams Maß der Dinge

 Abends folgte der Kräftevergleich mit Australien. Diese Mannschaft galt als stärkster Konkurrent mit den besten Einzelspielern. Doch gerade beim Hallenhockey ist die Teamleistung entscheidend – und in dieser Hinsicht waren die Deutschen beim 7:0 deutlich überlegen.

Einen Tag darauf hatten die Herren 40+ aus der Bundesrepublik einen Lauf. Einem 13:1 gegen Hongkong ließen sie ein 13:0 gegen die USA folgen. Da wirkte das 10:1 gegen England schon fast umkämpft. Auf die Mannschaft von der Insel traf Deutschland nochmals im Halbfinale, in dessen Verlauf die DHB-Auswahl mit 11:0 noch klarer triumphierte.

Die deutschen Herren begeisterten alle in der Halle, da von „Altherrenhockey“ nichts zu sehen war. Der Weltmeister passte schnell, die Spieler bewegten sich viel und gut auch ohne Ball und bekamen viele Chancen und kurze Ecken. Letztere konnte Marc Fischer häufig verwandeln. Alles in allem erzielte der Oelder Nationalspieler im Turnierverlauf 17 Tore. Nur Jörg Schnelle war mit 19 Treffern noch erfolgreicher.

Das Finale war ebenfalls eine klare Angelegenheit. Nach dem 9:1 gegen Hongkong wurden den deutschen Herren die Medaillen verliehen.

Auch die anderen Vertretungen der Bundesrepublik holten sich die Titel. Den Auftakt machten die Damen W45, die ihre älteren Kolleginnen W50 knapp mit 3:2 bezwangen, so dass es Gold und Silber für den DHB gab.

Dann zeigten die Herren M50, dass sie sich ihre „Mission Titelverteidigung“ nicht von den gut spielenden Schweizern verderben lassen wollten. Aus einem 1:2-Rückstand machten sie ein souveränes 10:2 und durften den Pokal in die Höhe stemmen.

Schließlich wurde es ernst für die Damen W40, die gegen die Niederlande anfangs etwas nervös wirkten, aber am Ende doch sicher mit 4:1 das Heft in der Hand behielten.

„Vier! Vier! Vier!“, hallte es danach durch die Halle des ehrwürdigen Hongkong Football Club von 1886. Mit allen angereisten Mannschaften stand Deutschland in den Endspielen. Vier WM-Titel brachten die Masters-Teams mit nach Hause.

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