Flutlicht-Finale gegen Königsblau
Es muss auch ohne ihn gehen: Emre Yesilova fehlt gegen Schalkes U 23 immer noch, aber den Verlust glich RW Ahlen schon in Dortmund hervorragend aus.

Vor dem Duell RW Ahlens am Freitag (18.30 Uhr) gegen Schalkes U23 herrscht in Ahlen Finalstimmung. Und Leitwolf Rouven Meschede versichert: „Diese Spiele sind doch etwas ganz besonderes. Das motiviert mich richtig.“

Die Ausgangslage ist für RWA einfach und dramatisch zugleich: „Wenn wir verlieren, ist der Zug abgefahren“, meint Abräumer Meschede. „Aber wenn wir gewinnen, dann sind wir wieder mittendrin.“ RW Ahlen will den Abstand auf den direkten Konkurrenten Schalke auf einen Zähler verkürzen und sich so weiter im Regionalliga-Rennen halten. „Mit der Leistung wie gegen Dortmund ist das absolut möglich“, glaubt Meschede noch an den viertletzten Platz, der RWA retten soll, wenn Viktoria Köln aufsteigt.

Unmöglich? Niemals! „Die Jungs waren so weit abgeschlagen, als ich sie übernommen habe“, erinnert sich Trainer Albayrak an die düstere Zeit. Aber Ahlen ist besser. Besser als je zuvor in dieser Saison. „Ich kann der Mannschaft deshalb schon jetzt ein riesen Kompliment aussprechen“, lobt Albayrak die zuletzt quick-lebendigen Auftritte seiner Schützlinge, für die es natürlich nicht nur um das Schicksal des Vereins, sondern auch um die eigene Zukunft geht.

„Wer will schon gerne einen Absteiger verpflichten?“, meint Meschede, der Angebote anderer Vereine vorliegen hat, RWA aber die Treue halten will. „Ahlen, das ist mein Club.“

Aber nicht um jeden Preis. „Noch sind wir uns nicht einig“, erklärt der Mittelfeldmann und wartet ab, ob die Verantwortlichen ihm noch ein wenig entgegenkommen. „Wenn, dann bleibe ich auch in der Oberliga“, sagt Meschede. Aber ganz ehrlich: „Regionalliga ist mir 1000 Mal lieber.“ Weshalb sie sich wieder alle reinhängen werden. „Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Packen wir es an!“

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