Fortuna kommt mit Respekt und dem Top-Torjäger
Bild: Dünhölter
Wiederholung unerwünscht: Ausgerechnet der Ex-Verler Daniel Flottmann bejubelt im Hinspiel einen Treffer gegen seine ehemaligen Teamkollegen. Patryk Plucinski (l.) und Sebastian Lange möchten es im Rückspiel am Samstag besser machen.
Bild: Dünhölter

Die Ausgangslage scheint klar. Der gefühlt „ewige Regionalligist“ SC Verl gegen den Ex-Zweitligisten Fortuna Köln, der mit aller Macht in die Dritte Liga aufsteigen will. „Der Druck liegt bei Köln“, kann sich Golombek hervorragend mit seiner Außenseiterrolle anfreunden.  „Reizvoll“ sei die Herausforderung Fortuna, sagt Verls Trainer, schließlich habe der Gegner erst eine Auswärtsniederlage in dieser Saison kassiert.

„Köln benötigt nur wenige Chancen, um seine Tore zu machen“, erinnert sich Golombek nur ungerne an die 1:4-Niederlage im Hinspiel. Da kann der SCV nicht mithalten, gehen die Ostwestfalen doch traditionell eher fahrlässig mit ihren Torchancen zu.

Deutlich effektiver arbeitet hingegen die Defensive. „Wir lassen nur wenig zu“, ist auf die Viererkette mit Fabian Großeschallau, Julian Schmidt, Patryk Plucinski und Marco Kaminsi laut Golombek zuletzt Verlass gewesen. Es gelte vor allem, Top-Torjäger Ercan Aydogmus „an die Kette zu legen“, sagt der SCV-Coach. Mit 16 Treffern führt der 34-Jährige die Torjägerliste der Regionalliga an. Obwohl er meistens nur als „Joker“ zum Einsatz kommt. So wie im Hinspiel, als Aydogmus eine Minute nach seiner Einwechslung das zwischenzeitliche 3:1 für Köln erzielte.

Fortuna sei keine „Übermannschaft, die setzen ihre Gegner nicht total unter Druck“, hofft Golombek auf eine Überraschung im Rückspiel. Mit Guerino Capretti, Sascha Brinker, Mario Bertram und Cinar Sansar fehlen drei Akteure verletzt, Jannik Schröder ist nach seinem Platzverweis im Oberhausen-Spiel letztmalig gesperrt. Rund 200 Fans werden aus Köln erwartet. SCV-Geschäftsstellenleiter Manfred Niehaus hofft mit Blick auf den attraktiven Gast auf einen Rekordbesuch an der Poststraße.

SOCIAL BOOKMARKS