Fortuna reist in luftiger Höhe zum SCW
Foto: Rollié
Phil Beckhoff (r.), bester Schütze des SC Wiedenbrück, will mit seinem Team Fortuna Köln in den Griff bekommen.
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Nicht nur was den Etat anbelangt Klein gegen Groß. Nun ja, Geld ist nicht alles. Das hat der Neuling von der Ems in dieser Saison häufig genug belegt. Erst eine Niederlage hat die Elf von Daniel Brinkmann in sieben Spielen kassiert, zehn Punkte auf dem Konto.

Kölner können ins obere Regal greifen

Das Konto des Gastes ist auch in finanzieller Hinsicht beachtlich und erlaubt es, eine zweite Etage draufzusetzen. „Die sind bei Standards sehr gefährlich“, warnt der SCW-Trainer und hat dabei unter anderem Fortunas Funkturm im Sinn. Innenverteidiger Jannik Löhden. „Der ist über zwei Meter groß“, sagt Brinkmann. Da ist er wieder, der unvermeidbare Blick nach oben – in dem Fall im Anschluss an Ecken und Freistöße. Darauf reagiert das Heimteam mit einer Änderung der Verhaltensweise vor dem eigenen Kasten. Aus luftiger Raumdeckung nach Standards wird mannbezogene Bewachung.

Top-Torschütze der Rheinländer ist Hamza Salman mit drei Treffern. Na und! Kann Phil Beckhoff auf der anderen Seite auch. Unentschieden also. Aber Vorsicht. Die Kölner können im Angriff nachlegen. Dank der Videoanalysen zu zwei Spielen und einem Besuch vor Ort hat Daniel Brinkmann eine Beobachtung gemacht, die einem schon mal kurz die Luft zum Atmen nehmen kann, weil „da ein Roman Prokoph auf der Bank sitzt“. Der 35-jährige Offensivmann hat in seiner Regionalliga-Laufbahn schlanke 94 Treffer erzielt.

Ungehorsam im Anschauungsunterricht

Auf all diesen Lorbeeren kann sich die Fortuna aber nicht ausruhen. Schließlich will Wiedenbrück im Anschauungsunterricht ungehorsam sein. „Wir versuchen uns immer zu verbessern“, betont Brinkmann. Das gilt auch für die Flexibilität des eigenen Spiels. Hoch anlaufen, aber auch mal runter vom Pressing-Gaspedal. Laut SCW-Trainer aus gutem Grund: „Das können wir nicht 90 Minuten schaffen.“ Also verordnet er viele „Tempowechsel“.

Apropos Tempo. Flügelturbo Niklas Szeleschus war die Woche über krank und muss passen. Außenverteidiger Daniel Latkowski trainiert wieder, ist aber zunächst Ergänzungsspieler. Xhuljo Tabaku tritt auf dem Übungsplatz ebenfalls wieder gegen den Ball. Eine weitere Option für die nähere Zukunft. Am Samstag ^müssen es jedoch andere in der Startelf richten – und versuchen, Köln den Weg nach oben zu verbauen.

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