Franz: Beelen ist kein Punktelieferant!
Ist zufrieden mit der vergangenen Saison und macht sich keine Sorgen um die Zukunft: Beelens Trainer Volker Franz.

„Die Glocke“: Herr Franz, darf man eigentlich zu Platz sieben in der abgelaufenen A-Liga-Saison gratulieren?

Franz: Auf jeden Fall. Damit hatten wir als Aufsteiger nicht gerechnet. Der Verein ist sehr zufrieden mit dieser jungen, hungrigen Truppe.

„Die Glocke“: Sie sprechen es an: Sie haben so viele 19-, 20- oder 21-Jährige im Team. Ist der jugendliche Leichtsinn das große Plus in Beelen?

Franz: Als ich vor zwei Jahren nach dem Abstieg in die B-Liga übernommen habe, wollten wir etwas verändern. Wir haben das Augenmerk auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs gelegt, die zudem aus Beelen kommen. Außerdem haben wir allen Spielern der ersten drei Seniorenmannschaften und den A-Jugendlichen die Chance gegeben, sich bei uns zu beweisen – mit Erfolg.

„Die Glocke“: Inwiefern?

Franz: Simon Lüffe beispielsweise hatte niemand von uns auf dem Zettel. Er war A-Jugendlicher vor zwei Jahren. Er hat sich aber so sehr in den Vordergrund gedrängt, dass er mittlerweile eine Stammkraft ist. Simon hat sich gut etabliert. Hinzu kommen Spieler wie Luca Wiggelinghoff, Torwart Tobias Wiese und einige andere, die eine gute Entwicklung genommen haben.

„Die Glocke“: Sie sind mit einer sehr mageren Punkteausbeute in die Saison gestartet. Haben Sie das Projekt „Jugend forscht“ zu diesem Zeitpunkt bereut?

Franz: Wenn man so viele junge Spieler hat, braucht man auch Geduld. Wir waren ja nicht immer schlechter, sondern haben knapp verloren. Wir haben den Jungs Mut zugesprochen, ihnen gesagt, dass sie es doch können. Ich glaube, es war wichtig, dass wir ruhig geblieben sind und nichts verändert haben. Die zweite Phase der Saison war dann einfach phänomenal. Niemand wollte mehr gern nach Beelen fahren. Wir waren kein Punktelieferant.

„Die Glocke“: Sie haben also keinen Grund, etwas zu verändern.

Franz: Nein. Wir werden in der Vorbereitung wieder allen Spielern, die Lust haben, die Chance geben, sich zu zeigen. Nur mein Sohn, Marius Franz, verlässt uns nach Neubeckum. Ich gewinne Stefan Bruns als Co-Trainer dazu, der die A-Jugend vorher geleitet hat. Die Mannschaft bleibt zusammen, ist jung. Deshalb denke ich, sind wir für die nächsten zwei, drei Jahre gut aufgestellt. Aus dem Jugendbereich wollen wir zudem zwei, drei Spielern die Chance geben. Unser Ziel ist es natürlich, diese tolle Saison zu wiederholen, auch wenn es in dieser starken Liga schwer wird. Wir müssen schon etwas dafür tun, und lernen können die vielen jungen Spieler noch genug. Zudem wollen wir neben dem 4-5-1- und 3-5-2-System ein 3-4-3 einstudieren. Es wird nicht langweilig.

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