Freckenhorst ergreift Ennigerlohs Beil
Führungsspieler mit Gefühl im Schuh: Richard Beil (l.) hat für Ennigerloh gegen Beckums Mehmet Ünver alles unter Kontrolle. Auf so jemanden freut sich jetzt der TuS Freckenhorst.

Nachdem sich der SC Hoetmar die Dienste des sportlichen Leiters Denny Dürre und des Trainers Dennis Herrmann sowie der Spieler Riko Nonhoff, Jesse Große Frie und Jens Quante gesichert hatte, bedient sich nun der ehrgeizige Bezirksligist TuS Freckenhorst. „Richard Beil hatten wir schon letzte Saison auf dem Zettel“, verrät Freckenhorsts Obmann Heinz Goldmann, der sich freut, dass es jetzt endlich geklappt hat. „Mit Jasper, Achenbach und eben Beil haben wir jetzt drei echte, erfahrene Führungsspieler.“

Beil, Jahrgang ’94, soll in Abwehr oder Mittelfeld die Lücke füllen, die Jonas Brockhinke nach seiner Verletzung hinterlassen hat. Schön, wenn man Lücken füllen kann – weniger schön, wenn man zuschaut, wie sie überall aufreißen. So scheint es Martin Hanskötter zu gehen, der zur neuen Saison für Herrmann in Ennigerloh übernehmen soll, und der jetzt langsam um seine Mannschaft fürchtet.

„Dass es so radikal wird, damit hab ich nicht gerechnet“, gibt Hanskötter zu und setzt sich mit den Verantwortlichen des SuS am Mittwoch zusammen. „Das scheint mir ein schwerer Umbruch zu sein, da wollen wir mal alles auf den Tisch legen“, erwartet der kommende Trainer klare Worte. Vielleicht auch, um über seine eigene Zukunft in Ennigerloh nachzudenken.

Dass einige Ennigerloher Aktive die Art und Weise kritisierten, wie man sich von Dennis Herrmann getrennt hatte und der Kader deshalb Auflösungserscheinungen zeigt, glaubt Ralf Drews nicht. „Es gab auch Stimmen im Team, die nicht mit dem Trainer glücklich waren“, so der SuS-Geschäftsführer. „Nein, wir haben uns in Freundschaft getrennt, aber eben auch, weil die Leistungen nicht mehr stimmten.“ Erst nach der Krise und zum Neuanfang sehe man überhaupt, wer alles übrig bleibe, verfällt Drews nicht in Panik.

 Auch nicht, obwohl Teile der zweiten Mannschaft, derzeit A-Liga-Schlusslicht, zusammen mit Trainer Roman Lang zum SuS Enniger tendieren. Ob man dann noch drei Mannschaften melden könne, sei noch völlig offen, so Drews weiter. „Wahrscheinlich wird es eine verjüngte erste Mannschaft mit Spielern aus der A-Jugend.“ Ob Hanskötter mit dieser Auskunft zufrieden sein wird?

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