Freckenhorst nimmt ungewohnte Rolle an
Foto: Wegener
Blickrichtung Endspiel? Trainer Christian Franz-Pohlmann empfängt mit seinem TUS Freckenhorst am Samstag den Westfalenligisten Kinderhaus zum Halbfinale des Kreispokals.
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Da tut er erst so, als sei das ein stinknormales Spiel – nicht der Rede wert. Nur um wenig später dann doch eine Wortwahl zu benutzen, die dem Anlass schon eher entspricht. „Wir wollen unser Spiel durchdrücken und werden auch definitiv unsere Chancen bekommen.“ Gesagt hat das Christian Franz-Pohlmann, Trainer des TUS Freckenhorst, der an diesem Samstag (16 Uhr) am Feidiek auf den SC Westfalia Kinderhaus trifft. Im Kreispokal-Halbfinale.

„Nicht unbedingt Favorit“

Vor Wochenfrist hatte Freckenhorst im Viertelfinale den Nachbarn aus Sassenberg standesgemäß mit 3:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Jetzt haben sich die Vorzeichen allerdings gewandelt, jetzt ist der Bezirksligist der klare Außenseiter. Der Gegner aus dem Stadtteil Münsters ist frisch in die Westfalenliga aufgestiegen und so zwei Klassen über dem TUS angesiedelt. „Wir sind jetzt nicht unbedingt Favorit“, scherzt Christian Franz-Pohlmann. Dann geht er in Bezug auf den Widersacher ein wenig ins Detail: „Viel höherklassige Erfahrung, individuell stark ausgebildete Spieler.“

Respekt vor dem Gegner

In seinem Viertelfinale, das aber bereits im vergangenen November, hat der SC Westfalia den Werner SC mit 3:0 bezwungen – und das war ein Landesligist. Kinderhaus strebt also mit aller Macht ins Endspiel, wo entweder der SC Greven 09 oder der VfL Wolbeck warten würde. Das erste Halbfinal-Duell ging bereits am Freitagabend über die Bühne (Spielende nach Redaktionsschluss). Die Rollen sind also klar verteilt, womit in Freckenhorst auch alle ganz gut leben können.

„Auch dieses Spiel beginnt bei 0:0“

Vorneweg Trainer Franz-Pohlmann, dem es vielleicht sogar in die Karten spielt, dass sein Team mal nicht unter dem nervigen Zugzwang steht, unbedingt das Spiel machen und gewinnen zu müssen. „Wir stellen keine Ansprüche“, sagt er, fügt dann aber direkt noch hinzu: „Auch diese Partie beginnt bei 0:0.“ Wie bereits erwähnt rechnet Franz-Pohlmann fest damit, dass seine Mannschaft durchaus zu Chancen kommen wird.

Mehr Effektivität gefordert

Diese sollte der TUS aber auch nutzen, wenn die Überraschung denn gelingen soll. „Wir brauchen definitiv eine bessere Ausbeute als noch gegen Sassenberg. Da haben wir zu viel liegengelassen“, mahnt Franz-Pohlmann. Was er sonst noch von seinem Team sehen will? All das, was ohnehin immer gefordert ist: „Wir müssen als Einheit auftreten und geschlossen gegen den Ball arbeiten.“ Freckenhorsts Trainer schiebt außerdem noch hinterher: „Wir werden uns gnadenlos an unseren taktischen Plan halten.“ Klingt so jemand, für den dieses Halbfinale nur eine kleine Rolle spielt? Nein, wohl eher nicht!

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