Freckenhorster Finalträume ausgeträumt
Bild: Wegener
Freckenhorsts Torwart Sebastian Neukötter musste zweimal hinter sich greifen und schied mit dem TUS im Halbfinale des Fußball-Kreispokals aus.
Bild: Wegener

Es war der erwartet hochmotivierte Gegner auf den die Freckenhorster trafen. Der TUS selbst erwischte zudem einen rabenschwarzen Abend und schied letztlich völlig zurecht aus. „Wir haben einfach richtig schlecht gespielt“, sagte ein tief enttäuschter Trainer Andreas Strump nach der Partie. „Uns war bewusst, was wir hätten erreichen können. Da ist der Frust dann schon riesengroß.“

Zumal es wohl der schwächste Auftritt er Stiftstädter in dieser Saison war. Hinten wurden ungewohnt viele leichte Fehler begangen und im Angriff fehlte das spielerische Element fast völlig. Lange Bälle waren das Rezept, da dem TUS einfach nichts anderes gelang. Diese Bälle verteidigte Bösensell aber meist gut.

In der 19. Minute erzielte Lars Rückel den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer. Vier gute Möglichkeiten hatte der SV in Halbzeit eins, zwei waren es beim TUS. Nachdem Max Kretzer noch verzogen hatte (27.), war es Marius Gohl, der 70 Meter alleine im Sprint über den Platz lief, von sechs Bösensellern nicht aufgehalten wurde und zum 1:1 mit dem Pausenpfiff ausglich.

Was dann direkt nach dem Wiederanpfiff passierte, spottete jeder Beschreibung. Anstoß Bösensell. Ein langer Ball. Beim TUS war man sich hinten nicht einig und so zappelte das Leder nach gerade acht Sekunden im Netz. 2:1 für die Hausherren.

Danach mühten sich die Freckenhorster, konnten aber keine klaren Chancen herausarbeiten, geschweige denn herausspielen. Erst in der Nachspielzeit brannte es im SV-Strafraum lichterloh. Alexander Zert schoss nach einem Torwart-Patzer aber aus fünf Metern neben das leere Tor (92.), David Krolikowskis Versuch holte Raestrup aus dem Winkel (94.).

TUS: Neukötter, Neite, Gierhake, Harte, Kretzer, Krolikowski, Kaminski, Mar. Mersmann (46. Leivermann), Schange, Gohl, Zert

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