Freitagsderby Verl gegen Harsewinkel
Sören Hohelüchter  und der TV Verl empfangen die TSG Harsewinkel.

. „Ich ärgere mich immer noch, wenn ich an die letzten zehn Minuten des vergangenen Spiels beim HTV Sundwig Westig denke“, hat Sören Hohelüchter, Trainer des TV Verl, die knappe Niederlage beim vermeintlichen Titel-Topfavoriten erst am Donnerstag abgehakt.

 „Wir hätten einen großen Schritt machen können. Der war sportlich möglich, nur auf anderer Ebene nicht“, berichtet der Trainer von aufgrund der Atmosphäre überforderten Schiedsrichtern. „Mit etwas mehr Fortune hätten wir jetzt 6:0 Punkte“, sinniert Hohelüchter, bevor er den Fokus auf das heutige Spiel richtet.

„Beide Teams spielen einen nicht unattraktiven Handball“, hofft der Trainer der Gastgeber auf gute Resonanz auf der Tribüne. Bis auf Daniel Niehüser ist der Kader komplett. „Sein Knie hat wieder geschmerzt, wir warten nun auf einen MRT-Termin“, sagt Hohelüchter. Das Derby ist für den TVV-Trainer „eine Geschichte auf Augenhöhe.“

Eine Sonderbewachung für TSG-Leistungsträger Mühlbrandt wird es erst einmal nicht geben, die Verler setzen auf ihr tempo- und risikoreiches Spiel. „Das führt natürlich zu leichten Gegentoren. Da dürfen wir nicht nervös werden. Bis das ganze richtig greift, ist vor allem Spielerfahrung nötig“, will Verls Trainer langfristig so spielen lassen, wie er das einst beim Soester SV in der Regionalliga gemacht hat.

 „Für uns werden sich Räume ergeben“, weiß Harsewinkels Bankchef Hagen Hessenkämper um die offensive Verler Abwehr. „Wir müssen sie nur erkennen und nutzen“, appelliert der Trainer an ein effektives Verwerten der eigenen Torchancen, um den Gastgebern nicht ihr Konterspiel zu ermöglichen, sondern sie oft ins Positionsspiel zu zwingen. Dabei könnte Manuel Mühlbrandt mit seiner Erfahrung, Übersicht und Dynamik ein entscheidender Faktor sein, doch der ist durch seine Fingerverletzung weiter massiv gehandicapt.

„Für das Nervenkostüm der jungen Spieler sind 0:4 Punkte nicht ideal“, weiß Hessenkämper: „Doch wir müssen die Ruhe bewahren. Wir werden unsere Spiele noch gewinnen. Wichtig ist, dass wir nicht nur über 40, sondern 60 Minuten mithalten“, sagt Hessenkämper. Am nächsten Donnerstag geht es im Nachholspiel zum HTV Sundwig/Westig.

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