Frische Männer braucht das Team
Klare Ansagen: Aaron Vasilou (l.) lauscht dem Tagesbefehl von Trainer Marco Antwerpen. Der Stürmer könnte heute Abend erste Wahl in der Offensive werden.

„Der Kraftverschleiß war enorm“, erkennt Trainer Marco Antwerpen an und muss sich jetzt was einfallen lassen, seine müden Männer wieder munter zu kriegen. Denn Mittwoch Abend (19.30 Uhr) beim Verfolger Westfalia Rhynern ist ganz sicher kein Wellness angesagt. 

Der Drittplatzierte liegt nur fünf Punkte zurück, hat eindeutig seinen Regionalliga-Anspruch geltend gemacht und so überhaupt keine Probleme damit, dass RW Ahlen gegen Herne richtig Körner gelassen hat. „Wenn man mich jetzt fragt, dann, klar: ein Punkt wär in Ordnung“, wäre Antwerpen im Vorfeld froh, remis davonzukommen.

„Aber mit diesem Vorhaben gehen wir natürlich nicht ins Spiel. Wir wollen natürlich gewinnen.“ Natürlich. Und damit seine ausgepumpten Jungs am Papenloh nicht reihenweise aus den Turnschuhen kippen, hat der Trainer gleich zwei Entmüdungsmaßnahmen eingeleitet. Erstens bis zum Spitzenduell nur leichtes Anschwitzen und aktive Erholung und zweitens: die Rochade. So viel wie möglich durchwechseln, um die zerschlagenen Krieger aus der Frontlinie zu nehmen. Stroemer ist wieder entsperrt und rückt in die Viererkette, auch Achenbach oder Rudzinski sind Optionen. In der Spitze wird es schwerer, da sind die Offensiver nicht so breit gestreut. Vasiliou und Yildirim haben sich schließlich gegen Herne auch schon schwer reingehängt. „Das war große Klasse“, lobt Antwerpen, kann aber für beide heute kein Frischesiegel verleihen.

Anderes muss er in Rhynern aber nicht noch einmal sehen. „Zu wenig Bewegung auf der ‚Sechs‘, den Ball in die Breite statt in die Tiefe gespielt, das war so nicht geplant“, gibt er zu. Warweg und Gültekin hätten das gegen Herne organisieren sollen und dürfen es heute gerne besser machen. Stratakis und Canbulut können schließlich noch nicht. Die sind zwar frisch, aber immer noch Versehrte. Und das hilft auch nicht wirklich weiter.

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