Fromberg überzeugt bei Welt-Titelkämpfen
Jürgen Fromberg

  „Wir sind das Rennen mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren. Selbst die jüngeren Jahrgänge kamen nicht auf diesen Schnitt, das war der Wahnsinn“, war der 53-jährige Fahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ beeindruckt. Mit dem Stundenmittel von 42,6 km/h waren die 80 Masterfahrer aus 24 Nationen der Altersklasse 1960-64 im Weltpokal auf dem anspruchsvollen 40-km-Rundkurs in den Tiroler Alpen  im österreichischen St. Johann  unterwegs.

 „Die Anzahl der Rennfahrer nimmt etwas ab, aber diejenigen die kommen, fahren auf sehr hohem hohes Niveau“, hat Fromberg beobachtet: „Wir sind von Beginn an permanent mit hohem Tempo gefahren. Dennoch ist das Feld kaum kleiner geworden.“

Die Entscheidung fiel auf den letzten acht Kilometern, als sich der Australier Steven Fairless (1.) und der Italiener Marcello Raffaelli (2.) absetzten und einen Vorsprung von 13 Sekunden auf das Hauptfeld ins Ziel retteten. „Im Feld war im Finale Hauen und Stechen angesagt. Ich kam nicht in die perfekte Sprintposition, musste immer im Wind kämpfen“, sagte Fromberg. Als Fünfter bog er auf die Zielgerade ein, aber die Positionskämpfe hatten viel Kraft gekostet. So musste sich der RSVer mit Rang zehn begnügen.

Dennoch schöpfte Fromberg Selbstbewusstsein für die Weltmeisterschaft der Masterfahrer sechs Tage später an selber Stelle. Die wurde bei Dauerregen und Wind ein kräftezehrendes Rennen. Trotz des hohen Tempos setzten sich erst drei Fahrer ab, wenig später schlossen zwei weitere auf. „Damit waren die ersten Plätze vergeben“, wusste der 53-jährige RSV-Rennfahrer. Am letzten Berg fuhren noch einmal zwei Rennfahrer weg, das Feld fiel nun komplett auseinander. Mit gut 20 Rennfahrern steuerte das Hauptfeld auf die Zielgerade zu.

Hinter dem früheren Senioren-Weltmeister Luc van Roy erwischte Fromberg eine optimale Ausgangsposition für den Sprint und zog mit einem Antritt mit dem Holländer gleich. „Ein packender Mann-gegen-Mann-Fight, den ich nur knapp verloren habe“, war Fromberg stolz. Als Zweiter des Hauptfeldes stand Gesamtrang neun zu Buche.

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